ITT Orovan über die Ritterschaft

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Dieser Text wurde in einem Kryptex verschlossen in einer Archivkammer Kiamondhs im Schloss der ehrhaften Triade gefunden.

Kaelis ist immer sehr verkopft, aber das macht ihn wohl zu einem so guten Artefaktologen. Ihm entgleitet aber die Schönheit, die in einem solchen Handwerk liegt. Der Reigen der einzelnen Komponenten, der Reim der Spruchformel, der Schmerz, der in den bindenden Worten liegen kann. So viel entgeht ihm in seiner stoischen Art. Noch schlimmer ist nur Linora. Aber darum haben wir unsere Arbeiten aufgeteilt.

Ich habe damit begonnen, den Mantel des Kriegsherren auf genau das vorzubereiten, wofür er stehen wird: Den Kampf und den Krieg. Wie genau bin ich dies angegangen?

Ein Kriegsherr steht hoch über den Armeen eines Königreichs. Obgleich der Friede zwischen den Reichen das höchste Gut sein sollte, so ist es von Zeit zu Zeit unabdingbar, die Zeit von Stahl und Schwert einzuläuten.

Dabei sollte jedoch nie außer Acht gelassen werden, dass der Krieg nicht nur Leben, sondern auch Moral und Tugend einfordert. Durch die Schrecken des Krieges und das Grauen der Schlacht verrohen die einfachen Vasallen. Nur zu oft habe ich beobachtet, wie ein guter Bauer oder eine anständige Töpferin den Sinn der Moral verlor und raubend und brandschatzend dem Dienst an der Waffe frönte.

Es erscheint mir daher sinnhaft, diejenigen zu mustern, die sich höheren Idealen verschreiben. Die Ritterschaft fungiert als höhere Instanz der Moral. Sie ist das Leuchtfeuer der Rechtschaffenheit und verpflichtet sich selbst dazu, auch in den schlimmsten Wirren des Krieges zu den Idealen und Tugenden des Reiches zu stehen.

Dennoch sind es die Ritterinnen und Ritter, die das Herzstück des Heeres bilden. Ich will sehen, wie sie das Reich gegen diejenigen verteidigen, die nach dem Untergang trachten. Und ich will ihre Ehrenhaftigkeit sehen.

Führt mir die Ritterschaft vor! Zeigt mir den Einen oder die Eine unter Ihnen, welcher es vermag, das Reich gegen seine Feinde zu verteidigen, ohne seine innere Tugendhaftigkeit zu verlieren. Er möge dabei eines der Banner halten, als Symbol für das Königreich. Und er oder sie soll gegen jene aus fernen Reichen streiten und mir vorführen, dass das Reich bei der Ritterschaft in guten Händen liegt.

Daran soll das Artefakt lernen. Natürlich ist der Kampf symbolisch zu sehen. Eine echte Schlacht können wir schließlich nicht hervorbringen.

Ich muss meine Idee dennoch mit Linora abstimmen. Was Sie wohl davon hält? Vielleicht bei einem Wein in ihrer Lieblingsschänke?