Sylvia Valantezz Beobachtungen zur Timurensieche

Aus Athyria Wiki
Spielwelt(en):Athyria
Urheber:innen:Spiegelthron Orga
Mitwirkende:-
Jahr:2021

Vorbemerkung (optional)

  • ITT vom TdS 1

Sylvia Valantezz Beobachtungen zur Timurensieche

An: Valashina Morgentau von Bund der Forschenden aus der Magokratie der vollendeten Verhältnisse

Zweiter Tag, des zweiten Frühlingsmondes im Jahr 215 nach dem Tode der Intaro

Meine liebe Valashina,

ich kann kaum glauben, was ich beobachten musste, als ich den Malladorn verließ. Ich reiste nach Ventria, um weitere Vorräte zu kaufen, vor allem Medikamente gegen das Gliederzittern. Dieser Tage flattert mir das Herz oft und ich vermute stark, dass ich nicht mehr allzuviel meiner Lebenszeit übrig habe. Manchmal glaube ich das Lied des Lebens in den Bäumen wispern zu hören und den Ruf der Ewigen zu vernehmen. Aber ich schweife ab…

Die Bucht von Ventria, die ich in Jahren nicht sah, ist ein Moloch geworden! Die Dynastie des Basaltlotus hat die einst majestätischen Wälder mit Aquädukten geflutet und in mückenverseuchte Moore verwandelt, um die Produktion des Schattenblatts zu erhöhen. Legionen von Zwangsarbeitern aus allen Völkern Athyrias schuften Tag und Nacht, während deine Schwestern vom Stamm der Schneidenden Blätter bittere Tränen vergießen um die verlorenen Auen und Bäume.

Das Schlimmste aber ist der ruchlose Einsatz der Timurensieche! Ich kann kaum fassen, zu welch gewissenloser Tat der Basaltltous in diesem Gebiet greift. Durch die Versumpfung der Wälder werden in den Belimarbirken gebundene Gase frei, die bei Kontakt mit Schleimhaut oder Kiemenrelikten Kopfschmerzen, Schwindel und Halluzinationen auslösen können. Dies schien die Arbeitsqualität der Erntearbeiter zu senken und somit infizierte der Basaltlotus die Arbeiter Ventrias mit der während des timurischen Konfliktes entdeckten Schlachtfeldsieche. Diese - aber das brauche ich dir eigentlich nicht zu berichten - macht ja die Schleimhäute in Rachen- und Nasenwänden letztlich unempfänglich für Sinneseindrücke und Gase.

Die daraus resultierende Mangelernährung scheint in Folge der Appetitlosigkeit hat der Basaltlotus durch verordnete Aufnahme von Nährbrei gelöst. Die Arbeiter sind fiebrig und apathisch, oft sogar tief melancholisch, doch scheint sich die Elite in Ventria nicht daran zu stören. Vielmehr verabreicht man dort hochstehenden Besuchern - wie ich offenbar eine war - ein Alchemikum, welches vor der Ansteckung gegen die Timurensieche schützt.

Ich bitte dich, Valashina, trage diese Kunde zum Orden des letzten Schwertes und Sylavenn. Sie muss etwas tun, dies kann hier so nicht weitergehen, denn der Wille der Ewigen wird mit den Füßen getreten.

Leb wohl, alte Freundin und… und grüße mir Lezzia, ja?

Deine Sylvia