| Spielwelt(en): | Athyria |
| Urheber:innen: | Stefan Max, Stefan Koran, Benjamin Kisliuk, Sarah Kisliuk, Anja Schröder, Tobias Seidel |
| Mitwirkende: | Christian Wagner, Ronja Strobarwe, Patrick Hansmann |
| Jahr: | 2022 |
König Kiamondh
König Kiamondh ist eine sagenumwobene Gestalt und Begründer des nach ihm benannten Reiches. Er wirkte im ersten und insbesondere im zweiten Zeitalter und starb zu Beginn des dritten Zeitalters. 99 Jahre nach seinem Tod wurde sein Reich in die Nebel Athyrias entrückt, doch sein Geist und sein Vermächtnis überdauerten die Zeit.
Schon zu Lebzeiten war Kiamondh für kluge Entscheidungen, philosophische Weitsicht und einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit bekannt. Er galt als weiser und gerechter Herrscher, dessen Urteil mit Bedacht und Maß gefällt wurde. Aus diesem Ruf heraus entstand sein bis heute gebräuchlicher Beiname: der „gute König Kiamondh“, bisweilen auch der „weise König Kiamondh“. Deutlich weniger verbreitet und bekannt ist sein Titel "Lichtbringer" (siehe auch ITT Der Schwur von Lysandros).
Nach dem Verschwinden seines Reiches lösten sich die Berichte über ihn zunehmend von der Geschichtsschreibung und gingen in Legenden über. Heute begegnet man Kiamondh vor allem in Anekdoten, Märchen und Sinnsprüchen – Geschichten über seine Güte, seinen Reichtum und seine Weisheit, die mehr über die Sehnsucht späterer Generationen erzählen als über die greifbare Vergangenheit.
Viele Zeitalter später traten die Besungenen, die aus dem Ostreich Mitrasperas nach Athyria kamen, sein Erbe und das Erbe seines Reiches an, indem sie das Phönixreich in Athyria neu aufbauten.
Herkunft, Familie, Ableben
Kiamondh wurde im ersten Zeitalter von edler Abstammung geboren. Über seine Herkunft ist jedoch wenig bekannt. Es ist unklar, wer seine Eltern waren und ob er sich mit seiner Schwester Kalistra die Vielsichtige ein oder beide Elternteile teilt. Er starb zu beginn des dritten Zeitalter durch eine Art rituellen Selbstmord. Sein Geist lebte jedoch fort.
Sein Leben und Ableben war untrennbar mit dem Reich verknüpft, daher für weitere Details bitte weiter unten die Geschichte des Reich Kiamondh lesen.
Geist lebt fort
Kiamondhs Geist lebt fort – nicht als ruheloser Hadernder, sondern als Wächter seines Traumes. Er konnte nicht einmal nach seinem Tod akzeptieren, dass seine Pläne und Ziele scheiterten und so klammerte sich sein Geist an diese Welt. Seine größte Schwäche war stets sein Glaube an den Verstand der anderen – ein Glaube, der ihn veranlasste, nie vollständig zu erklären, was er sah. Seine Pläne waren oft zu groß für eine Welt, die noch lernen musste.
Als Geist nutzt er seinen Willen bewusst sehr sparsam und klammert sich an die Vorstellung, sein Reich an würdige Hände zu übergeben, der Gedanke, der ihn an die sterbliche Welt bindet.
Die Besungenen, jene Auserwählten, die das Reich eines Tages zurückholen sollen, sind sein letztes Vermächtnis. Das Zepter der Morgenröte wartet darauf, dass sich erneut eine Hand danach ausstreckt und das Licht des Reiches Kiamondhs in die Welt zurückträgt. Inzwischen ging dieses Vermächtnis in der Neugründung des Phönixreiches auf, die sein Erbe antraten.
Darstellung von Kiamondh
Kiamondh ist stets weise und sehr überlegt. Jedoch neigt sein Blick oft zu hoch zu fallen und gerade die Profanität des Lebens geht an ihm vorbei. Er glaubt so sehr an die Fähigkeit jedes Menschen zur Weisheit, dass er manchmal vergisst andere in seine Pläne einzuweihen, wenn diese bereits viele Schritte im Voraus gedacht sind. Er ist sehr mitfühlend, jedoch kann seine utilitaristische Sichtweise, dass Leid aller mindern zu wollen, beizeiten so wirken, als ob ihm das Leid einzelner nichts bedeutet.
Trotz seines großen Reichtums waren ihm Prunksucht und Gier fremd und er legte beispielsweise bei Tisch eine Bescheidenheit und Zurückhaltung an den Tag, die lediglich beim Servieren der Käseplatte durchbrochen wurde und seine Vorliebe für Käse offenbarte. Siehe ITT - Vom Bau einer Käseplatte.
Beziehungen
Romantische Beziehungen
Kiamondh führte unter anderem mit Intaro Rhiannon und Ormanda von Himmelshall feste Partnerschaften, aus der verschiedene Nachkommen entstanden sind. Dokumentiert und bekannt sind zum aktuellen Stand folgende Nachkommen:
Mit Intaro Rhiannon:
- Venia mor Ralleen
Mit Ormanda von Himmelshall:
- Valara von Himmelshall (die Älteste)
- Lucrana von Himmelshall
- Geminna von Himmelshall
- Arisha von Himmelshall (die Jüngste)
Weitere Beziehungen
Kiamondh sammelte eine Gruppe von Gefährten, die nicht nur seine Berater, sondern auch seine engsten Freunde wurden:
- Urthan der Strahlende – sein treuester Ritter und Beschützer
- Kalistra die Vielsichtige – seine Schwester, eine kluge Druidin
- Falion der Findige – ein gerissener Stratege und der Geliebte Kalistras
- Alavandra die Sinnende – eine Gelehrte und seine Chronistin
Darstellung der für das Reich wichtigsten Beziehungen Kiamondhs
Wichtige Taten Kiamondhs
Taten, die nicht unmittelbar der Chronologie "Das Reich Kiamondhs" zugeordnet sind:
- Schatzkammern: Kiamondh verfügte über einen großen Reichtum und legte eine Vielzahl von Schatzkammern an, manchmal als "Siegel des Kiamondhs" oder "die verborgenen Kammern Kiamondhs" bezeichnet. Sie haben als Legende ihren Weg in den Sprachgebrauch für etwas, das verborgen, versteckt oder unerreichbar ist, gefunden: "Da öffne ich Kiamondhs Siegel leichter", "Sicher wie Kiamondhs Siegel”, "Es könnte genauso gut hinter Kiamondhs Siegeln versteckt sein", siehe TdS Ein neuer Morgen und ITT Die verborgenen Kammern Kiamondhs und ITT Das Siegel Kiamondhs
- Malladorn: Aus der Eiche Malladorn erwuchs die Neiyade Malladorn, die den gleichnamigen Wald Malladorn schuf. Malladorn war einst Teil von Kiamondhs Reich und er bat sie, einer Umsiedlung zuzustimmen. So wurde Malladorn zu einem Setzling und zum Ursprung des neuen Forstes, in dem Kiamondh einen Teil seines Schatzes versteckte. Kiamondh siedelte den Stamm der Harrasheen in Malladorn an und übergab ihnen die Aufgabe, den Schatz zu bewachen. Er half der ersten Geisterkriegerin Ush, mit Geistern zu kommunizieren, und unterstützte sie dabei, das „Netz von Malladorn“ zu erschaffen. Siehe TdS Ein neuer Morgen
- Schaffung der Mumienrittern / Belebte Statuen: Kiamondh ließ heilige Rituale an seinen treuesten Kriegern durchführen, um sie als Mumienritter zu bewahren. Diese dienten ihm auch nach ihrem Tod als Wächter seines Schatzes. Siehe TdS Ein neuer Morgen
- Freund der Voykias: Kiamondh hatte eine gute Verbindung zu einigen Voykias und konnte sie sogar um die Erfüllung von Aufträgen bitten (siehe TdS 3 - Der Blick nach Osten und Reichstag des Phönixreich 2025)
- Die zwölf Geheimnisse König Kiamondhs: Diese sind ein seit alten Zeiten ungeklärtes Rätsel das der Gute König Kiamnondh seinen Untertanen gestellt hat und bisher nicht gelöst werden konnte. Siehe Die Zwölf Geheimnisse Kiamondhs
OT / SL / Orga Hinweis: Bei der zeitlichen Einordnung der Ereignisse um den Malladorn gibt es gewisse Ungenauigkeiten. Teilweise wurden diese direkt mit dem Ende des Reiches Kiamondhs in Verbindung gebracht (3tes Zeitalter) - die Erschaffung des Waldes inkl. Ansiedelung der Harrasshen müsste aber deutlich früher stattgefunden haben (2tes Zeitalter, oder ggf. sogar 1tes Zeitalter). Das liegt einfach daran, dass viel davon in TDS1 definiert wurde, welches aber zu einem Zeitpunkt stattfand in dem Athyria und die Geschichte Athyrias und Kiamondhs noch nicht ganz sauber ausgearbeitet war. OT / SL / Orga Hinweis Ende.
Zitate
Kiamondhs letzte Worte (Überliefert durch Alvandara, die Sinnende):
- "Das Licht vergeht nie. Es ruht nur, bis die Herzen bereit sind, es erneut zu empfangen."
OT Inspirationsquellen
- Für König Kiamondh kann König Salomo als Inspiration dienen, der für Weisheit, Gerechtigkeit und göttlich legitimierte Herrschaft steht.
- Für das Reich Kiamondh kann die Bronzezeit im nahen Osten und Mittelmeerraum als Inspiration dienen: Es bilden sich Stadtstaaten, die sich zunehmend organisieren und expandieren, um zu ersten größeren Reichen zu werden ("Babylon, Rom, ..."). Im Gegensatz zu den historischen Vorbildern ist das Reich Kiamondhs primär (aber nicht ausschließlich) friedlich expandiert: Umliegende Bewohner Athyrias bewundern den Lebensstil und die weise Herrschaft im Reich und lassen sich überzeugen, sich anzuschließen.
Das Reich Kiamondh - Chronologie
Das Reich Kiamondh und sein wirken sind eng miteinander verwoben. Die Geschichte des Reiches wird in 6 Etappen eingeteilt, die jedoch nicht Deckungsgleich zu den athyrianischen Zeitaltern sind.
I. Frühes Leben und Ursprung einer Vision
Zeitpunkt nach athyrianischer Zeitlinie: Erstes Zeitalter
Über Kiamondhs Herkunft ist wenig bekannt. Er wurde im ersten Zeitalter von edler Abstammung geboren. In diesem Zeitalter waren die Lande Athyrias zersplittert, ohne vereinte Führung und mit vielen Unruhen. In dieser Zeit war nicht das Streben nach Macht oder Herrschaft sein Antrieb, sondern die tiefe Sehnsucht nach Gerechtigkeit und Wissen.
Seine früheste und prägendste Beziehung war jene zu Intaro Rhiannon, der Urmutter Athyrias, mit der ihn nicht nur Liebe, sondern auch ein gemeinsamer Traum verband: ein Reich, das Wissen, Gerechtigkeit und Einheit vereint. Gemeinsam dachten sie über eine Welt nach, in der alle Völker unter einer gerechten Herrschaft zusammenleben konnten.
Die Geburt ihrer Tochter Venia war ein Symbol dieser gemeinsamen Vision. Doch Kiamondh erkannte, dass seine Bestimmung ihn von Intaro fortführen würde. Mit ihrer stillen Zustimmung verließ er ihre Seite, um den gemeinsamen Traum einer geeinten Nation Wirklichkeit werden zu lassen – ein Zeichen tiefster Entschlossenheit, aber auch der Tragik ihres fortan getrennten Weges.
II. Die Gründung des Reiches
Zeitpunkt nach athyrianischer Zeitlinie: Erstes Zeitalter und Zweites Zeitalter
Kiamondh sammelte eine Gruppe von Gefährten, die nicht nur seine Berater, sondern auch seine engsten Freunde wurden (siehe auch ITT Der Schwur von Lysandros, siehe ITT Die Verkündung des Reiches Kiamondhs):
- Urthan der Strahlende – sein treuester Ritter und Beschützer
- Kalistra die Vielsichtige – seine Schwester, eine kluge Druidin
- Falion der Findige – ein gerissener Stratege und der Geliebte Kalistras
- Alavandra die Sinnende – eine Gelehrte und seine Chronistin
Mit seinen Gefährten gründete Kiamondh sein Reich. Sie alle wurden zu Säulen seines Herrschaftsprojektes und teilten jene Ideale, auf denen das Reich ruhte. Ein Reich, das Werte wie Gerechtigkeit, Ehre und Güte hochhält. In dem Armut und Leid gemindert sind und Freiheit und Glück jedem offenstehen. Die Leistung kann dadurch eingeordnet werden, da Kiamondh zu einer Zeit König wurde, in der ein allgemeiner Ressourcenüberschuss Konflikte um Lebensraum oder Rohstoffe unnötig machte.
Kiamondh gründete mit Hilfe seiner Gefährten die prächtige Hauptstadt Lysandros, erbaut aus weißem Marmor und goldenen Kuppeln. Der Palast ("Der Palast des Ewigen Morgens") wurde zum Zentrum seiner Herrschaft, während die Große Bibliothek ("Das leuchtende Archiv") das geistige Fundament des Reiches bildete. Das Reich war stark zentralisiert und auf den Palastkomplex und die darum wachsende Stadt Lysandros ausgerichtet. Von dort aus vergrößerte es sich Stück für Stück durch Vereinigungen mit benachbarten Städten, Kleinstaaten und heute unbekannten Reichen.
Letztlich erstreckte sich das Reich zwar über einen großen Raum, jedoch im wesentlichen als Verbund von Städten, Dörfern und Siedlungen, weniger als vollständig erschlossenes Territorium. Diese Orte wurden von einem ausgebautem Straßennetz ("Straße der Sterne") verbunden.
Ideale, Philosophie und Glaube des jungen Reiches
Das Reich und die Gefährtentruppe folgte Kiamondhs hohen Idealen mit dem Ziel einer geeinten Welt, von reiner Tugendhaftigkeit. Das Reich verstand sich selbst als ein Reich des Lichtes, das für alle Wesen eine Heimat sein sollte und das Zepter der Morgenröte, das leuchtende Archiv und die Straße der Sterne wurden zu Symbolen dieses Anspruchs. Siehe auch: ITT Das Zepter der Morgenröte
Als Konsequenz formten sich drei Hegemone, die die Ideale des Reiches widerspiegelten:
- Wissende:r: "Das Wispern in der Bibliothek; Der Geruch von neuen Büchern; Die ersten Idee"
- Krieger:in: "Der Donner der aus den Bergen widerhallt; Das Blinken der Sonne auf den Schwertern; Die Treue die das Reich beschützt"
- Abenteurer:in "Die gute Ration im Marschgepäck; Das Lagerfeuer an dem die Geschichten geteilt werden; Der Ruf des Unbekannten"
Die Verehrung dieser Hegemone, die als die Hegemone der ehrenhaften Triade bekannt wurden (umgangssprachlich manchmal auch lichte Triade), prägte sich zur Staatsreligion aus. Kiamondh legte den Fokus auf einen Teil der Aspekte der Hegemone, die seiner Meinung für ein lichtes Reich angemessen waren. Die Hegemone verkörperten die idealen im Reich: Der Krieger beispielsweise als Hüter von Treue, Schutz und Ehre; die Wissende als Quelle von Gnade, Inspiration und Forscherdrang; und die Abenteurerin als Trägerin von Hoffnung, Neugier und Gastfreundschaft.
Doch im Streben nach einer lichten und harmonischen Welt wurden die aus Kiamonds Sicht "nicht lichten" Aspekte der Hegemone zwar nicht verboten, aber zunehmend verdrängt und ins Abseits gestellt. So wurde bereits in den Fundamenten des Reiches ein Keim späterer Zwietracht gelegt.
Kiamondhs Reich stellt damit einen Kontrast zur etwas später entstehenden Magokratie der vollendeten Verhältnisse in der goldenen Stadt da. Diese suchte zwar auch einen Weg der Perfektion und des Heils, ging allerdings andere Wege. Es kam mit der Magokratie zu ersten Spannungen, da beide Pole jedoch räumlich in Athyria weit genug voneinander entfernt lagen, brach nie ein offener Konflikt aus.
III. Die Blütezeit des Reiches und die ersten Schatten
Zeitpunkt nach athyrianischer Zeitlinie: Zweites Zeitalter
Das Reich wuchs in Einfluss, Reichtum und Ansehen. Es florierten Wissenschaft, Alchemie und Handel und brachten Wohlstand. Kiamondh ging diplomatische Bündnisse mit den Aumah der Sternensteppe und den Vinarii ein, um das Reich weiter zu stabilisieren. In diese Zeit fällt auch der friedliche Zusammenschluss des Stadtstaates um den Vulkan Aragos mit Kiamondhs Reich durch eine Hochzeit nach einem Turnier.
Zu dieser Zeit änderte sich Kiamondhs persönliches Leben. Er ging eine feste Partnerschaft mit Ormanda von Himmelshall, mit der er vier Töchter hatte:
- Valara von Himmelshall (die Älteste)
- Lucrana von Himmelshall
- Geminna von Himmelshall
- Arisha von Himmelshall (die Jüngste)
Durch die von Kiamondh festgelegten Fokusaspekte und die resultierende Verdrängung der anderen Aspekte, kam es zu einer Veränderung der Hegemone:
Bei Kiamondhs Schwester Kalistra kam es daher zu Zweifeln, obwohl das Reich prosperierte. Kalistra warnte vor der Verleugnung des "Schattens in der Schöpfung", der Verdrängung einzelner Aspekte. Sie begann eine Lehre der Vollkommenheit zu predigen, die auch Dunkelheit und deren Aspekte integrierte. Kiamondh lehnte diese Lehre jedoch ab und will sein Reich davor schützen.
Kiamondh und Kalistra können keinen Kompromiss finden und entzweien sich darüber. Der Konflikt zwischen Kiamondh und Kalistra wurde so tief, dass Kalistra durch Kiamondh verbannte wurde. Kalistras Partner Falion folgte seiner Partnerin. Das Exil führte Kalistra und Falion in die tiefen Wäldern Athyrias. Dort errichteten sie eine Enklave, in der sie Anhänger um sich scharten und in der sie ihre Lehre der Vollkommenheit weitergaben. Diese Anhänger gaben die Lehren ebenfalls weiter, sodass die verdrängten Aspekte der Hegemone im Reich nicht vergessen wurden.
Die Verbannung Kalistras brachte nicht den von Kiamondh gewünschten Effekt. Er sah sich gezwungen die Regeln der Staatsreligion zu verschärfen und er untersagte die Verehrung der seiner Ansicht nach finsteren Aspekte der Hegemone, überzeugt, dass ihr Einfluss das Reich korrumpieren würde.
Damit verfestigte sich der inneren Konflikt im Reich.
IV. Der Fall des Reiches
Zeitpunkt nach athyrianischer Zeitlinie: Zweites Zeitalter
Mit der Zeit eskalierte die Lage. Urthan, Kiamondhs treuester Gefährte, sah in Kalistra eine Bedrohung für die Reinheit des Reiches. Getrieben von dem Glauben, seinen König zu schützen, ermordete er sie.
Dieser Mord war der Wendepunkt. Kiamondh, erschüttert von der Tat seines Freundes und herzzerrissen über den Verlust seiner Schwester, zieht sich aus den Staatsgeschäften zurück und verzichtet darauf, Urthan zu richten. Kiamondh ist zwar de jure noch das Oberhaupt das Reiches, doch Urthan übernimmt beinahe die kompletten Führungsentscheidungen für das Reich.
Es kommt zum offenen Konflikt im Reich: Falion, Kalistras Geliebter, wurde nach ihrem Tod ihr zornigster Rächer und führte den Widerstand gegen das Reich und insbesondere gegen Urthan an. In seinem Schmerz wandelte er Kalistras Lehre der Vollkommenheit, die letztlich auch eine Philosophie der "Einheit aller Aspekte war", in ein dunkles Manifest der Vergeltung und Spaltung. Die verdrängten dunklen Aspekte der Hegemone manifestierten sich zu eigenen Hegemonen:
Zuvor noch prosperierend, führten diese Ereignisse im Laufe der Zeit zu einem wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Niedergang des Reiches.
V. Kiamondhs letzte Entscheidung und das Ende des Reiches
Zeitpunkt nach athyrianischer Zeitlinie: Drittes Zeitalter
Die Spaltung seines Volkes zwischen den Lehren Kalistras und den Anhängern der Aschetriade und der Anhängern Urthans und der Ehrenhaften Triade schritt voran.
In einem Versuch, die Spaltung des Reiches zu stoppen, wurde die Aschetriade "gebannt" (siehe Hinweis Box). Sie war von diesem Zeitpunkt an für die Bewohner Athyrias nicht mehr verfügbar. Seit diesem Ereignis wurde sie nicht mehr auf Athyria wandeln sehen und Kontaktaufnahmeversuche, selbst durch die innigsten Gläubigen und loyalsten Priester:innen sind gescheitert. Doch der "Bann" brachte keinen Frieden. Denn auch ohne die ummittelbare Gegenwart der Hegemone war der Glaube nicht verschwunden und ebenso wenig der Hass. Rachsucht und blinder Eifer trieben die Parteien weiter an.
OT / SL / Orga Hinweis: Wie genau das "Wegsperren" der Hegemone ablief, wo sie sich in der Zeit befanden, wer den Vorgang ausführte und welche Mittel dafür notwendig waren - all das ist bislang bewusst noch nicht im Spiel und wird durch die OstOrga veröffentlicht. Fest steht jedoch Folgendes: Die Ereignisse sind zeitlich eindeutig in die Epoche von Kiamondhs Reich einzuordnen. Seit jener Zeit war die Aschetriade in Athyria für die Bewohner Athyrias nicht mehr erreichbar. Die Hegemone erscheinen nicht mehr, sie antworten nicht auf Gebete, und selbst geweihte Priester:innen erhieteln keinerlei Zeichen oder Reaktion auf ihre Kontaktversuche (was nicht zwangsläufig zur Aufgabe des Glaubes führte). Für die Welt wirkte es, als seien die Hegemone schlicht verschwunden. Derzeit gibt es zwei Theorien in der Spielschaft: 1) dass es sich um eine Form des Wegsperrens oder der Verbannung gegen den Willen der Hegemone handelte. 2) Genauso denkbar ist jedoch, dass ihre irdischen Hüllen zerstört wurden. Aktueller Wissensstand ist außerdem, dass König Kiamondh in diese Vorgänge involviert war - ob als treibende Kraft, als Mitwissender oder ob letztlich jemand anderes in der Absicht Kiamondh einen Gefallen zu tun den entscheidenen Schritt vollzog bleibt offen. OT / SL / Orga Hinweis Ende.
Gebrochen von den Ereignissen und dem Niedergang seines Lebenswerkes suchte Kiamondh Rat bei Intaro Rhiannon. Diese kam zu ihm nach Lysandros in seine Hallen. Er verbrachte Nächte mit ihr, in endlosen Gesprächen. In diesen Gesprächen kam Kiamondh zu dem Schluss, dass sein Traum zu früh geboren worden war. Die Welt war noch nicht bereit für seine Ideale.
Kiamondh beschließt mit Intaro Rhiannon zusammen, das Königreich mit seinen Einwohnern in den Schlaf zu versetzen. Das Reich soll dazu entrückt werden (in den Nebeln versunken gelassen werden). Dies ist ein Akt der Hoffnung und der Verzweiflung: Kiamondh ist unfähig, die Spaltung im Reich zu verhindern. Er hofft, dass die guten Gedanken des Reiches zu einem späteren Zeit besser verfangen und das "seine Erben" kommen und des Reiches neu errichten. Dabei muss gesagt sein, dass diese Handlung einen Affront gegen Venia mor Ralleen darstellt, da sie als seine Tochter als Erbin übergangen wurde. Kiamondh vertrat den aufrichtigen Glauben ihr damit einen eigenen Weg zu ermöglichen, doch verkannte er dabei das diese Handlung zu einer Entfremdung von seiner Familie und deren Wünschen/Bedürfnissen führen würde:
- Er veranlasste, seine Schatzkammer im Wald von Malladorn mit Schätzen für die Besungenen die sein Erbe antreten sollen zu füllen, da er glaubte das sie dort eintreffen um sein Erbe anzutreten. Eine selbsterfüllende Prophezeihung, legte er dort doch auch seine Schatzkammer an.
- Er überzeugte einige seiner treuesten Ritter sich selbst zu entleiben, um ohne lebendige Körper den Jahrhunderten zu trotzdem und um das Reich Kiamondhs seinen würdigen Erben zu übergeben (siehe Belebte Statuen / Mumienritter).
- Noch kurz vor seinem rituellen Tod wirkt er auf die Harrasheen vor Ort ein, besonders die Kriegerin Ush, damit diese Geisterkriegerin des Stammes wird und Trägerin des Amendalsteins. So hat er eine Möglichkeit leichter mit der Welt zu sprechen und begrenzt gleichzeitig wer Zugriff auf die Pforte hat.
- So rief er eine Gruppe Voykia um sich und teilte diesen mit, dass er das Reich nun auflösen, selbst als Geist zurückbleiben und seine Ritter zu ewigen Wächtern machen würde. Die Voykia aber sollten jene suchen, die würdige Erben seines Reiches wären und jene nach Athyria führen. Er beschwor die Traummusen, dass sie die ankommenden Besungenen genau prüfen würden müssen, da eine Fehlentscheidung, wem sein Reich gebühren würde, in einer Katastrophe enden müsste.
- Zuletzt begeht Kiamondh in seiner Hauptstadt Lysandros mit Hilfe seiner Geliebten Ormanda und seiner Getreuen Selbstmord, um die Entrückung des Reiches in die Nebel einzuleiten. Es sollte dort verweilen, bis der Zeitpunkt gekommen wäre, dass sein Erbe zurückgeholt werden kann.
- Kiamondhs gelang der Schritt in die Transzendenz auf gewisse Art: Er selbst und seine Getreuen beenden ihr eigenes Leben vor der Zeit, um mit diesem Konflikt selbst zu Geistern zu werden. Ein Schritt der mehr als fraglich ist, auch wenn er aus gutem Glauben heraus geschieht.
- Sein Geist zieht sich in eine seiner Schatzkammern zurück. Deren wahrer Ort unbekannt ist, doch die einen Zugang über eine Nebelpforte im Wald von Malladorn hat.
- Das Zepter der Morgenröte, sein Herrschaftsartefakt, wurde Ormanda anvertraut, damit es den Auserwählten übergeben werden konnte. Das Zepter ist ein zentrales Werkzeug, um das Reich aus den Nebeln zurück zu holen.
Der Pakt der vier Schwestern
Nach Kiamondhs Tod schlossen seine und Ormandas Töchter (Arisha, Geminna, Lucrana und Valara) einen Pakt mit der Nadira Ar’Jammun. Das Reich soll für 99 Jahre im Diesseits bewahrt werden. hre Seelen wurden gebunden, ihre Freiheit geopfert – eine Tat der Gnade oder des Hochmuts, je nach Sichtweise. Kiamondhs letzter Wille wurde so unterlaufen, doch ihr Ziel war Schutz, nicht Trotz. Gleichzeitig übernahm Urthan (nun komplett frei vom Einfluss Kiamondhs) die Herrschaft im Reich. Anders als von Kiamondh geplant versank das Reich nicht schnell in den Nebeln um schlimmeres zu verhindern. Siehe auch: ITT Der Pakt der vier Töchter Kiamondhs
Durch die 99 Jahre, die die Töchter, in der Hoffnung Gutes zu tun, dem Volk erkauften, kauften sie auch 99 Jahre voll des Krieges zwischen den Glaubensausprägungen. Der Konflikt zwischen Urthan und Falion eskaliert nun vollends zu einem Bürgerkrieg, der das gesamte Reich erfasst. Urthan nutzt die Zeit, um getrieben von Eifer weiter gegen die Lehren der Vollkommenheit zu kämpfen. Falion steigert sich weiter in seine Rachsucht hinein, der nicht mehr nach Vollkommenheit, sondern nach Vergeltung strebt.
Städte werden verlassen oder zerstört, viele Bewohner fliehen aus dem Reich in andere Teile Athyrias und das Reich zerfällt zunehmend. Die so ausgelöste Völkerwanderung wird letztlich zum (mit-) Auslöser des Arvalan-Krieges.
VI. Kiamondhs Vermächtnis
Nach 99 Jahren verschwinden Lysandros und das Reich Kiamondhs endgültig in den Nebeln. Doch Kiamondhs Traum lebt fort. In den Chroniken von Lysandros und den Legenden Athyrias wird er als der König des Ewigen Morgens beschrieben – ein Herrscher mit einer Vision, die zu früh für die Welt war.Die Besungenen, jene Auserwählten, die das Reich eines Tages zurückholen sollen, sind sein letztes Vermächtnis. Das Zepter der Morgenröte wartet darauf, dass sich erneut eine Hand danach ausstreckt und das Licht des Reiches Kiamondhs in die Welt zurückträgt. Debatte über Licht, Dunkelheit und Vollkommenheit lebt teilweise verborgen in den Philosophien Athyrias weiter.
Darüber hinaus wichtige Ereignisse in Kiamondhs Reich
Ereignisse, die nicht unmittelbar der Chronologie "Das Reich Kiamondhs" zugeordnet sind:
- WIP: Bei dem Versuch einen Vulkan zu zähmen wird der/die Abenteurer:in zerstört. Aufgrund weitergehender Verehrung wird sie letztlich erneut geformt. (Bitte etwas präziser formulieren; ITT von der Falkenstein Con verlinken).
- Die Stadt um den Vulkan Aragos wird friedlich an das Reich angeschlossen. Die Opferung von Sterblichen an den Vulkan wird untersagt. Es kommt jedoch zu einer Unterwanderung durch die "Gesellschaft der Vollkommenheit", die weiter heimlich Opferungen durchführt. Der Vulkan wird gestürmt und versiegelt. Siehe auch: Aragos, Hakarioth Con 2024.
- Kiamondh beauftragte den Bau des Aetherons. Eine Apparatur, die einerseits das Wissen speichert und andererseits prüft, ob das Wissen nur würdige Personen weiter gegeben wird. Siehe auch: Reichstag des Phönixreich 2025 und ITT Das Aetheron - Eine Abhandlung zur Weisung der Erben und ITT Aetheron Sprachtexte.
- Neben der genauen Beschreibung der Ereignisse in Kiamondhs Reich und unter seinen Gefährten gab es auch eine "geschönte" Fassung. Ob Kiamondh das beauftragt hat, oder ob die Chronisten aus eigenen Stücken so handeln ist unklar:
- ITT Geschichte der Gefährten Kiamondhs geschönte Fassung --> "offizielle" Chronik
- ITT Wahre Geschichte des Reiches Kiamondhs
IT-Texte
- ITT Das Siegel Kiamondhs
- ITT Der Schwur von Lysandros
- ITT Der Pakt der vier Töchter Kiamondhs
- ITT Die verborgenen Kammern Kiamondhs
- ITT Intaro Rhiannon und König Kiamondh
- ITT Tod des Königs Kiamondh
- ITT Wahre Geschichte der Gefährten Kiamonds
- ITT Wahre Geschichte des Reiches Kiamondhs
- ITT Geschichte der Gefährten Kiamondhs geschönte Fassung
- ITT Die Zusammenkunft der Gefährten Kiamondhs
- ITT Die Verkündung des Reiches Kiamondhs
- ITT - Vom Bau einer Käseplatte
IT Texte mit indirektem Bezug zu Kiamondh und Kiamondhs Reich:
- ITT Urthans goldenes Band
- ITT Die Treue Urthans
- ITT Brief von Falion an Urthan
- ITT Der Schwur von Lysandros
- ITT Goldenes Band zwischen Falion und Kalistra
- ITT Das Zepter der Morgenröte
- ITT Tagebuch von Urthan, den Strahlenden
- ITT Briefwechsel zwischen Falion und Kalistra
- ITT Das Aetheron - Eine Abhandlung zur Weisung der Erben
- ITT Gesammelte Axiome zur Vollkommenheit der Schöpfung von Kalistra, der Vielsichtigen
