ITT Die verborgenen Kammern Kiamondhs

Aus Athyria Wiki
Spielwelt(en):Athyria
Urheber:innen:Anja Schöder, Sarah Kisliuk
Mitwirkende:
Jahr:2025

Die verborgenen Kammern Kiamondhs

Erzählt von Marva, der Ledermeisterin aus Herberrin – niedergeschrieben von Alavandra, der Sinnenden, und bewahrt in den Archiven nach dem Pakt der Vier Töchter.

Ihr habt den Spruch sicher schon gehört: „Es könnte genauso gut unter Kiamondhs Siegel sein.“ Wenn etwas unerreichbar scheint, wenn eine Aufgabe unmöglich erscheint, dann sagt man das. Manche werfen die Worte leichtfertig in den Wind, ohne zu wissen, woher sie stammen. Doch ich will euch erzählen, warum dieser Spruch entstanden ist.

Es heißt, König Kiamondh hütete mehr als nur sein Reich. Seine größten Schätze – nicht Gold oder Edelsteine, sondern Wissen, Artefakte und Geheimnisse  – liegen nicht in den Hallen von Lysandros, sondern sind in Kammern verborgen, die über das ganze Land verstreut sind.

Doch diese Kammern sind nicht mit gewöhnlichen Türen versiegelt, nicht mit Eisen und Stein allein geschützt. Nein, Kiamondh selbst hat sie unter sein Siegel gelegt – einen Schutz, gewoben aus dem Licht des Ewigen Morgens, stark genug, um jeden Unbefugten fernzuhalten. Kein Schlüssel aus sterblicher Hand kann es brechen.

Manche sagen, er hat diese Kammern für sich selbst geschaffen, doch das glaube ich nicht. Ein Mann wie Kiamondh dachte nicht an seinen eigenen Vorteil, sondern an das, was nach ihm kommt. Diese Schatzkammern sind für seine Erben, für jene, die sein Werk fortsetzen sollen – ob aus seinem Blute oder aus seinem Geiste, das spielt keine Rolle. Doch wer immer sie öffnen soll, muss mehr besitzen als Mut oder Verstand. Er muss den wahren Anspruch auf Kiamondhs Erbe in sich tragen.

Doch so einfach ist es nicht, an diese verborgenen Hallen zu gelangen. Sie sind nicht nur mit Schlössern gesichert, sondern mit den Siegeln Kiamondhs selbst. Ein gewöhnlicher Schlüssel taugt da nichts, und wer es trotzdem versucht, wird sich die Finger verbrennen, als ob das Licht des Ewigen Morgens selbst ihn richtet.

Man erzählt sich von Kartographen, die verzweifelt nach Spuren suchen, von Helden, die glauben,die Kammern, welche unter den Siegel verborgen sind, zu finden, und von Dieben, die in den Nebeln verschwunden sind, weil sie zu gierig waren. Wir in Herberrin haben schon so manchen Fremden gesehen, der mit großen Plänen kam – und mit leeren Händen wieder ging.

Und so, weil niemand die Kammern zu finden und zu öffnen vermag, weil niemand an das herankommt, was hinter diesen Siegeln verborgen ist, sagen wir,, wenn etwas unerreichbar scheint:

"Es könnte genauso gut unter Kiamondhs Siegel sein."

Nun wisst ihr es. Und das nächste Mal, wenn euch jemand diese Worte entgegenwirft, erinnert euch an die Kammern unseres Königs. Vielleicht, eines Tages, wird einer kommen, der die Kammern findet und die Siegel doch zu brechen vermag. Aber bis dahin … bleibt es  wohl verborgen.