ITT Bericht der grausigen Handlungen

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Vorbemerkung: Namen und Handlungsorte können wir derzeit nur vage erahnen, da die Handschriften die wir hier übersetzt haben weder besonders ordentlich waren, noch eine Einordnung in andere Zusammenhänge gefunden werden konnte. Eine ungefähre Dramaturgie konnte man allerdings konstruieren. Habe Lycaste um eine Übersetzung gebeten, sie hat die Textfragmente so zusammen gefügt, dass es einen ganz anständigen Text ergibt, der einem zumindest in etwa eine Geschichte erahnen lässt, die im Folgenden unsere Freunde aus der academia artis bonae sicherlich besser zu erzählen wissen werden.

Einige Textstellen sind unkenntlich gemacht worden, andere sind nicht auffindbar. Die Ordnung in den Schriften die wir finden konnten war insgesamt katastrophal. Ob das an dem Sinn für Humor unserer Vor-Bewohner liegt oder dem Vergehen der Zeit lassen wir einmal offen.

- VT

Beinahe mag meine Hand zittern, da ich nun die grausigen und schändlichen Dinge beschreiben muss, denen nachzugehen und deren Wahrheit zusammen zu tragen mir aufgegeben wurde.

Der Berg [unkenntlich gemacht - vermutlich alte Ortsnamen] beherbergt eine schreckliche Macht der Zerstörung. Es ist eine Flamme, die allein Vernichtung kennt. Viele sprechen den Namen nur mit einem Flüstern aus, manche andere geben, wenn das Beben der Erde sie beunruhigt, den besten Teil ihrer Ernte oder den wertvollsten Schmuck, den sie besitzen und bringen diese Gabe als Geschenk für die Flammen zu den Höhlen des Berges.

Zunächst sahen wir in diesen Handlungen den Aberglauben des Volkes, das versuchte, die dunkle Kreatur im Inneren des Berges zu besänftigen. Nun aber müssen wir erkennen, dass jener harmlos erscheinende Aberglaube weit schändlichere Folgen nach sich zog, als wir es hätten vermuten können.

Visenia, eine Frau von kaum besonderer Herkunft hatte sich an eine ihrer Nachbarinnen gewandt, eine Frau von großem Ansehen, und ihr unter Tränen und in Sorge erzählt dass ein guter Freund, der Neffe jener Dame Avaline, mit einem Kult in Kontakt gekommen war, der im Untergrund jenes Berges agierte. Dass sie in größter Sorge nicht nur um sein Wohlergehen und Ansehen war, sondern gar um sein Leben.

Sie habe selbst, so gestand sie, vor einer sehr langen Zeit, sich in Verzweiflung an die Zerstörerin gewandt und habe ihr ein Geschenk gemacht um von einem Schmerz erlöst zu werden, der anders aus der Welt nicht getilgt werden konnte. Und sie hatte von manch anderen gehört die dem [Name unkenntlich gemacht] für guten Boden gedankt hatten, oder um die Schätze aus der Erde gebeten hatten. Und sie wusste, was den guten Bürgern jener Lande verborgen war, von den dunkelsten Riten, die dort trotz des Verbotes zu dunklen Entitäten zu beten noch immer vollzogen wurden und von den wertvollsten Geschenken von Blut und Leben, die in Rausch, Wahn, Furcht und gieriger Berechnung von den Anhängern jenes Kultes gemacht wurden. Sie fürchtete ihr Freund, der von der Aussicht auf Reichtum und Macht geblendet war, würde die Initiation in jenen dunklen Kult entweder mit seinem Leben bezahlen, oder selbst schuldig werden, wenn er damit fortfuhr.

Die Dame Avaline benachrichtigte uns umgehend von jenem, was sie erfahren hatte. Und wir stellten Erkundigungen und Ermittlungen an, als wir von der Schwere der Anschuldigungen erfuhren. Und tatsächlich mussten wir erkennen, dass aller anderen Versicherungen zum Trotz die alte Verehrung der zerstörerischen Kräfte, die doch schon seit Jahren verboten waren noch fortbestanden und dass nicht allein in guter Sitte die Hegemone der ehrenhaften Triade verehrt wurden, obwohl wir wissen, dass es schändlich ist dies nicht zu tun.

[unleserlich]

Wir konnten in die unterirdischen Kammern vordringen, die von dunkler Macht und besessenen Anhängern des dunklen Feuern bewacht wurden. Wir fanden die Überreste brutaler und barbarischer Riten, die die Macht des Berges beschwören und lenken sollten und denen nicht nur Moral und Anstand, sondern auch das Leben von Menschen, die diesem dunklen Kult angehörten oder ihnen in die Hände fielen zum Opfer fiel.

[unleserlich]

aber es wird ein Weg gefunden werden müssen, diese Flamme zu bändigen, oder es notfalls auszulöschen, auch wenn uns die Wärme und der gute Boden fehlen werden, sonst fürchte ich, wird das Feuer wieder erstarken und mit ihm der heidnische [nicht ganz das richtige Wort, aber ich denke es drückt alles aus] Glaube.

Zu stark brodelt das Böse im inneren dieses Berges und die Anhänger, die wir in den Schatten zurück gedrängt haben, werden aus dem Hinterhalt bald zurückschlagen, wenn wir sie nicht alle aus dem Dunkel ans Licht zerren können.

Wir sollten die Anlage also grundsätzlich weiter benutzen und studieren, vielleicht finden wir eine gute Lösung, jetzt wo der abscheuliche Kult vertrieben wurde. Der Berg [hier wurde wohl ein Name im Nachhinein unkenntlich gemacht] ist mächtig, aber wir dürfen uns der Macht nicht beugen. Ich werde an den Hof schreiben um zu erfahren, was zu tun ist.