ITT Angebot des Basaltlotus an Falkenstein

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An Herzogin Elenor von Falkenstein und die erlauchten Fürsten der Nordwacht

Unter dem Siegel des Basaltlotus erhebt Myrca, Hüterin des Erbes, ihre Stimme an Euch.

Zu lange schon ist die Nordwacht den Launen des Phönixreiches und seiner Königinnen Ain und Sophia unterworfen. Ihr habt in all den Jahren in Treue und Stärke die Grenze gehalten, habt die Banner des Phönixreiches getragen, auch wenn Eure Mühen selten mit Dank, geschweige denn mit Ehre bedacht wurden. Seit Generationen habt Ihr Euer Blut gegeben, doch niemals waret Ihr mehr als Vasallen in den Augen jener, die sich anmaßen, über das Schicksal aller Völker zu gebieten. Euer Land, Eure Taten, Eure Opfer – sie wurden genutzt, doch nie wahrhaft geachtet.

Die Nordwacht, Hort der Tapferkeit, wurde von den Königinnen Ain und Sophia stets als Schild benutzt – doch nie als Herz geachtet. Ihr wurdet wie Vasallen behandelt, nicht wie die Wegbereiter, die Ihr seid.

Das Reich, das sich Phönix nennt, ist ein Reich des Fanatismus und der Theokratie.  Es sucht nicht Gerechtigkeit, sondern Unterwerfung; nicht Einigkeit, sondern blinde Treue. Seine Herrscherinnen sprechen von Glauben und Einheit, doch sie kennen nur Zwang und Knechtschaft. Für Eure Opfer wurde Euch nicht Respekt gezollt, sondern nur neue Fesseln auferlegt.

Wie der Phönix selbst lebt es nur, indem es andere im Feuer verzehrt. So hat es auch das Land des Basaltlotus bedrängt, überfallen und versucht, sein Gift in unsere Wurzeln zu tragen. Unser Groll gilt allein diesem Reich und seiner Herrschaft, nicht jedoch Euch, den stolzen Herren und Damen der Nordwacht.

Unser Kampf gilt nicht der Nordwacht, sondern jenen, die unser Land überfallen haben, die in unseren Angelegenheiten wühlen und uns in die selben Ketten schlagen wollten – und noch immer danach trachten.

Darum rufe ich Euch, Herzogin Elenor, und Euch, Fürsten der Nordwacht:  Erinnert Euch an Eure wahre Bestimmung! Löst Euch vom Joch des Phönixreiches und wendet Euch einer Zukunft zu, in der Ihr nicht als Knechte, sondern als gleichrangige Verbündete geachtet werdet. Erkennt, dass die Stunde gekommen ist. Löst Eure Bande zum Phönixreich, das Euch nicht ehrt, und folgt Eurer wahren Bestimmung. Die Nordwacht soll nicht länger ein Werkzeug fremder Königinnen sein, sondern eine Macht, die auf eigenen Füßen steht.

Die herausragende Rolle der Nordwacht ist mir wohl bewusst, und ich will sie stärken, nicht schmälern. An Eurer Seite kann eine neue Ordnung erstehen – frei von Fanatismus, frei von der Herrschaft der Priesterinnen, frei von jenen, die nur im Namen der Flamme regieren, aber kein Herz für die Völker haben.

Entscheidet, ob Ihr weiter ein Reich nährt, das Euch stets geringachtet hat – oder ob Ihr mit uns den Schritt in eine Zukunft wagt, in der Ihr Euer eigenes Schicksal lenkt.

Lasst uns Bündnis schließen, nicht in Unterwerfung, sondern in gegenseitigem Respekt. Der Basaltlotus sucht keine Vasallen, sondern Verbündete, die ihre Stimme erheben und ihr Schicksal selbst bestimmen. Ich mag euch in eurem Bestreben jede mir mögliche Hilfe gewähren.

Wisset, dass Myrca nicht Euer Feind ist. Der Basaltlotus strebt keine Unterwerfung an, sondern eine Verbindung aus Achtung und gemeinsamer Kraft.

Möge die Nordwacht erblühen, wie der Lotus im Schatten des Basalts und frei sein von der alles verzehrenden Glut des Phönix.

Ich erwarte eure Antwort bis zum Ende des Winters.

So spreche ich,

Für die Dynastie, für Mutter Venia,

im Namen der ewigen Herrschaft,

Myrcah mor Ralleen