ITT - Schriftverkehr Velin mit Funkenläufer

Aus Athyria Wiki
Spielwelt(en):Athyria
Urheber:innen:Spiegelthron Orga
Mitwirkende:-
Jahr:2023

Vorbemerkung (optional)

Schriftverkehr Velin | Funkenläufer

Idris,

meine Herrin lässt Euch übermitteln, dass Sie Eure Wünsche bezüglich der Übermittlung weiterer Forschungsmaterialien mit Sorge betrachtet. Eure Einschätzung betreff end der Ereignisse in der Villa Aligieri mögen einen wahren Kern enthalten, aber nichtsdestotrotz sind die Fehlschläge an diesem Ort sicherlich nichts, was sich mit einer Eurer Errungenschaften aus Euren Kellern heilen lässt. Sie weißt nachdrücklich darauf hin, dass Sie nicht wünscht derartige Entwicklungen mit Euch zu besprechen. Ich würde Euch daher nahelegen, zu vergessen, was sich in den Gewölben des Basaltpalastes befindet, denn es ist weder für Eure Augen, noch Eure Hände bestimmt.

Parisa.

***

Mein werter Herr,

ich hoff e meine Zeilen fi nden Euch wohlauf und bei wachem Verstande. Vergebt uns, dass diese Zeilen Euch später erreichen, als es bei unserem Aufbruch vereinbart war. Aber innerhalb der Mauern des Palastes herrscht in diesen Tagen ein furchtbares Misstrauen und es bedurfte mehr Zeit, als wir zunächst vorgesehen hatten, um Zugang zu den Gewölben zu erhalten, ohne dabei entdeckt zu werden. Aber die Nachrichten, welche wir für Euch haben, werden Euch sicherlich erfreuen - wie von Euch vorhergesagt, befi ndet sich der Schädel des Monsters tatsächlich in den Gewölben. Er ist deutlich kleiner, als wir befürchtet hatten - es wäre durchaus möglich, ihn aus dem Palast zu bringen, ohne dabei die Aufmerksamkeit der Wachen auf uns zu ziehen. Sorge bereitet uns jedoch, dass der Schädel nicht zu ruhen scheint. Etwas befindet sich noch in diesen Knochen - hätte ich es nicht besser gewusst, ich hätte geschworen, er sieht uns an, hat uns bemerkt… Wir werden auf unseren Positionen verharren, bis Eure neuen Anweisungen eintreffen.

Ziba.

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Mein werter Herr,

wie von Euch befohlen, haben wir das Gewölbe kein zweites Mal aufgesucht, es ist uns jedoch gelungen, jene Arvalan zu finden, welche Cleanepthra in die Villa begleitet hatte. Wie von Euch vorhergesagt, befi ndet sich Ihr Geist im Aufruhr, auch wenn sie sich wahrlich darum bemüht, dies unter einem gleichmütigen Gesicht zu verbergen. Wie ebenfalls von Euch vermutet, glaubt sie unseren Worten noch nicht, aber ich bin mir sicher, wir werden einen Weg fi nden, sie von der Wahrheit zu überzeugen. Für Euch mag darüber hinaus von Interesse sein, dass Eure Mutter entschieden hat, Ravenna mit den Truppen an die Schwertkreuzpforte zu entsenden. Eure Schwester wirkt ekstatisch ob der Möglichkeiten. Wir werden über diese Entwicklungen weiter berichten, falls Ihr das wünscht.

Ziba.

***

Mein werter Herr, wie von Euch gewünscht, waren unsere Augen und Ohren weit geöffnet, als die Truppen von der Schwertkreuzpforte zurückkehrten. Eure Schwester befindet sich in einem scheußlichen Zustand und wenn ich meinen Quellen im Palast trauen kann, ist Eure Mutter außer sich, ob der Entwicklungen an diesem Ort. Es scheint jedoch nicht so zu sein, dass Ravenna das Schicksal derjenigen teilen wird, über die Ihr Schweigen verhängt habt. Vielmehr scheint es, als wäre Eure Mutter neuen Gedanken bezüglich der Optimierung nun nicht mehr so abgeneigt, wie es noch im Winter zu sein schien.

Ziba.

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Idris,

meine Herrin dankt für Eure wohlgewählten Worte und Eure Anteilnahme. Sie empfand jedoch die erneute Übersendung Eurer Aufl istung als anmaßend, insbesondere derartig kurz nach den Ereignissen, welche Sie derart aufgewühlt haben. Dennoch ist Sie Euren Vorstellungen nicht abgeneigt und Ihr werdet in Kürze darüber in Kenntnis gesetzt, inwieweit meine Herrin bereit ist, Eure Wünsche zu erfüllen. Ich rate Euch bis dahin keine weitere Korrespondenz zu übersenden. Etwas Geduld stünde Euch gut an.

Parisa.

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Mein werter Herr,

ich beglückwünsche Euch zu Eurem Erfolg und hoff e, dass Euch der Schädel bald erreichen wird. Eurem Wunsch gemäß werden wir bis zu Eurem nächsten Schreiben an diesem Ort verweilen. Auch hat bis zum jetzigen Zeitpunkt niemand das weitere Gespräch mit der Arvalan gesucht, da Ihr von Eurem Plan, diese zum Diebstahl aus dem Gewölbe anzuwerben, abgesehen habt. Sie scheint jedoch Delara weiterhin zu vertrauen, ich habe sie daher nicht von ihrer jetzigen Position abgezogen, außer Ihr wünscht, dass sie Kontakt zu einem anderen Mitglied des Hofstaates aufnimmt.

Ziba.

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Idris,

hiermit übersendet meine Herrin Euch, was Ihr euch von Ihr gewünscht habt. Gebt gut acht und sorgt vor allem dafür, dass niemand davon erfährt, was Sie für Euch getan hat. Sollte Mutter Venia erfahren, dass der Schädel in Eure Hände gelangt ist, wird Euer Kopf rollen.

Parisa.

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Mein werter Herr,

vergebt, dass ich Euch nicht eher über die Ereignisse im Palast in Kenntnis setzen konnte. Seitdem es aus dem Gewölbe entfernt wurde, liegt eine Aura des Misstrauens über diesem Ort, der unsere Arbeit weitaus mehr erschwert hat, als ich es abzusehen vermochte. Wir haben Eure Anweisungen jedoch erhalten und zum jetzigen Zeitpunkt konnten die ersten Schritte bereits erfolgreich eingeleitet werden. Delara hat erneut das Gespräch mit der Arvalan gesucht und sie darüber in Kenntnis gesetzt, dass der Schädel fortgebracht wurde. Voraussichtlich wird sie sich in den nächsten Tagen selbst in den Gewölben umsehen, und feststellen, dass unsere Worte der Wahrheit entsprechen. Es ist mir darüber hinaus gelungen, Negin als Zofe in den Hofstaat Velins einzuschleusen. Ein ganz bedauerlicher Unfall hatte dafür gesorgt, dass ein Ersatz von Nöten war… Sie ist so, wie Ihr sie beschrieben habt - ein naives Ding, den Kopf voller Träume von Ehre und großen Taten, fast schon vernarrt in die Arvalan, die Eure Tante ihr an die Seite gestellt hat. Negin wird in den kommenden Tagen damit beginnen, ihr die Geheimnisse zuzuführen, die Ihr uns aufgegeben habt.

Ziba.

***

Mein werter Herr, mit Freude kann ich Euch mitteilen, dass die Ereignisse der letzten Woche Euch zufrieden stellen dürften. Wie von Euch vorhergesagt hat Myrcas Tochter sich von Negin davon überzeugen lassen, dass es ihre Aufgabe sein muss, den Schädel zurück in die Gewölbe ihrer Großmutter zu tragen. Längst betrachtet sie es als ehrenvolle Queste und als Möglichkeit, die Arvalan wieder enger an den Basaltlotus zu binden. Wie von Euch angeordnet haben wir Wert darauf gelegt, Ihr zu beschreiben, welch furchtbares Schicksal Eure Tante erleiden müsste, würde sie irgendjemandem davon berichten, dass etwas aus den Gewölben entwendet wurde. Mir dünkt, Velin hat darauf gewartet, endlich ebenfalls auszuziehen und tätig werden zu können. Die Arvalan ist zudem mehr als bereit sie zu begleiten - es ist damit also auch sichergestellt, dass Velin den Ort, an dem Ihr auf sie wartet, sicher und lebend erreicht. Bereitet Euch nur darauf vor, dass es vermutlich notwendig werden wird, die Begleiter Velins rechtzeitig von ihrer Seite zu entfernen. Diese werden nicht zögern, Euch ein Leid zuzufügen, sollten sie das Gefühl haben, Ihr wärt eine Gefahr für Velin - es herrscht ein seltsames Band zwischen ihnen. Eure Hoff nung, dass die Ereignisse der Villa Alighieri hier zu einer Spaltung hätten führen können, wurde leider enttäuscht. Ich denke aber, mein werter Herr, dass dies für Euer eigentliches Vorhaben nur von Vorteil ist. Niemand wird darüber verwundert sein, dass die Arvalan ihr Heil in der Flucht gesucht hat und Negin hat bereits Vorkehrungen getroff en, damit die Abwesenheit Velins in den nächsten Tagen nicht bemerkt wird. Sollten Eure Mutter oder Eure Tante bemerken, dass sie sich nicht mehr im Palast aufhält, sollte nichts in Eure Richtung weisen. Negin wird das Zimmer nach allem durchsuchen, was diese Gefahr birgt und es vernichten. Die Palastwachen, welche den Ausgang überwachen sind durch jene ersetzt worden, die Euch treu ergeben sind. Erwartet die baldige Ankunft Eures Forschungsobjektes.

Ziba.

***

Mein werter Herr, es ist gelungen. In dieser Nacht hat Velin den Basaltpalast unter Begleitung einer Arvalan verlassen. Wir haben Aufzeichnungen in ihrem Zimmer gefunden, die wir den Flammen übergeben haben und Negin hat bereits damit begonnen, eine Erkrankung vorzutäuschen, welche niemanden besorgt, aber einige Tage Bettruhe erfordert. Leider waren wir dazu gezwungen, das Messer gegen einen der Diener Eurer Mutter zu erheben, da er sich nicht davon abbringen lassen wollte, selbst in dieser Nacht Wache an den Toren zu halten. Wir haben die Leiche ohne weitere Spuren entsorgt, können aber zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschätzen, inwiefern sein Fehlen frühzeitige Folgen haben könnte. Delara wird sich darum kümmern, wir sind jedoch bereit abzureisen, sollten sie beginnen, eine Schlinge um uns zu legen.

Ziba.