| Spielwelt(en): | Athyria |
| Urheber:innen: | Anja Schröder, Patrick Hansmann |
| Mitwirkende: | |
| Jahr: | 2026 |
Herrschaftsartefakte sind besondere Artefakte, die es einem einzigen Träger ermöglichen, die Herrschaft über mehrere Amendalgebiete gleichzeitig zu führen und deren vereinte Urkräfte zu nutzen, obwohl eine sterbliche Seele sich normalerweise nur an einen Amendalstein binden kann.
Ein Herrschaftsartefakt ist damit (orga-mechanisch) das Werkzeug, um Multi-Gebiets-Herrschaft abzubilden.
Zweck und Grundprinzip
Warum braucht es Herrschaftsartefakte?
Mehrere Amendalgebiete können denselben Herrscher wünschen (oder sich freiwillig unterordnen). Die „normale“ Bindungslogik verhindert das: 1 Seele ↔ 1 Amendalstein. Herrschaftsartefakte umgehen das und schaffen eine zusätzliche Bindungsinstanz: Das Artefakt wird zur Struktur, in der mehrere Bindungen zusammenlaufen.
Was gewinnt der Träger dadurch?
Die Urkräfte mehrerer gebundener Amendalgebiete stehen dem Träger als vereintes Reservoir zur Verfügung. Der Träger kann diese Macht nach Bedarf formen und einsetzen.
Zentrale Bestandteile
Artefaktseele
Jedes Herrschaftsartefakt besitzt eine Artefaktseele. Sie hat keinen eigenen Willen im Sinne einer handlungsfähigen Person, sondern verkörpert die Aspekte der Ewigen, die dem Artefakt bei der Erschaffung mitgegeben werden.
Für die Orga-Mechanik ist die Artefaktseele der Bindungskern, an den Amendalsteine über die magischen Sockel andocken können (statt an die Seele einer Person).
Wichtig: Solange ein Herrschaftsartefakt existiert und nicht zerstört ist, trägt es eine Artefaktseele.
Aspekte der Ewigen
Jedes Herrschaftsartefakt steht für die Verkörperung von mehreren Aspekten der Ewigen.
Bekannte Beispiele:
Lanzelar-Schwert: Schutz, Ehre, Wahrhaftigkeit
Banner des Phönixreich: Führsorge, Vertrauen, Stärke, Mut
Wahrer Name
Jedes Herrschaftsartefakt hat einen Wahren Namen.
Weitere Aspekte des Seins
Details zu den Aspekten des Seins, die für Sterbliche zutreffen findet man hier.
- Körper: Das physische Artefakt (Waffe, Krone, Mantel, Zepter …).
- Wille: Kein eigener Wille – das Artefakt wird durch den Willen des Trägers geführt.
- Urkraftspeicher: kein eigener Speicher – ein entscheidender Grund, warum externe Quellen (gebundene Amendalgebiete) nötig sind.
- Traumwesen: Kopplung an das Traumwesen des Trägers (Artefakt „geht nicht allein in den Traum“).
- Schattenkopie: vorhanden – dadurch ist Reparatur möglich.
Herstellung eines Herrschaftsartefakts
Die Erschaffung geschieht als mehrstufigen Prozess, der Materialkunde und Magieverständnis verbindet.
- Materialwahl: Auswahl eines passenden Grundmaterials (z. B. Eisen/Silber/Gold) je nach Zweck und Form des Artefakts. Amendalit ist dabei immer essenziell: Es symbolisiert „Verbindung“ und bildet das magische Rückgrat.
- Verbindung der Materialien: Amendalit wird so eingebracht, dass es das Artefakt strukturell durchzieht und die magischen Komponenten trägt. Ziel ist eine stabile Harmonie zwischen profaner Hülle (Metall/Material) und magischem Rückgrat (Amendalit).
- Verbindung mit der Artefaktseele: Die Artefaktseele muss mit dem Artefakt verbunden werden.
- Prägung auf die Aspekte der Ewigen: In der Regel geschieht die Prägung auf die Aspekte der Ewigen gleichzeitig mit der Verbdinung der Artefaktseele, da man so der Artefaktseele ihre Ausprägung mitgibt.
- Erschaffung der Sockel (magische Fassungen): Sockel werden als arkan erkennbare Verankerungspunkte für die Amendalsteine in die Struktur eingebracht.Hier entscheidet sich praktisch, wie viele Bindungen das Artefakt später tragen kann. Viele Sockel erhöhen die Komplexität und machen die Erschaffung schwerer.
- Stabilisierung (Resonanz-Ausgleich): Die durch Sockel erzeugten „akranen Vertiefungen“ müssen ausgeglichen und harmonisiert werden, um die magische Resonanz zu stabilisieren. Erst danach kann das Artefakt Amendalsteine dauerhaft binden.
- Bindung an den Herrscher/ die Herrscherin: Damit das Herrschaftsartefakt genutzt werden kann muss ein Wesen daran gebunden werden.
Bindung von Amendalsteinen an ein Herrschaftsartefakt
Ein Herrschaftsartefakt besitzt eine bestimmte Anzahl an Sockeln. Sockel sind magische Fassungen (nicht sichtbar, nur arkan zu erkennen), an denen Amendalsteine bzw. deren Gebiete ihre Bindung an die Artefaktseele „andocken“.
- Mehr Sockel = mehr mögliche Bindungen
- Je mehr Sockel geschaffen werden, desto instabiler ist die Erschaffung (siehe Herstellung).
Rolle der Vertrauten
Die Bindung läuft über die Amendalstein-Vertrauten: Ein Vertrauter kann die Herrschaftsbindung seines Amendalsteins an die Artefaktseele und damit an den an das Herrschaftsartefakt gebundene Wesen geben (statt direkt an eine Person). Vertraute können diese Herrschaftsbindung jederzeit wieder entziehen.
Nutzung der Urkräfte/ Nutzung des Herrschaftsartefakts
Das Herrschaftsartefakt ist an mehrere Amendalgebiete gebunden und kann auf deren Urkräfte zugreifen. Der Abfluss erfolgt aus allen gebundenen Gebieten zugleich, wodurch der Kraftverbrauch pro Gebiet geringer ausfällt (bei gleichem Effekt).
Risiko ohne Bindungen von Amendalgebieten
Wenn kein Amendalgebiet (kein Amendalstein) gebunden ist und der an die Artefaktseele gebundene Herrscher das Artefakt dennoch einsetzen will, muss die Energie aus dem Träger kommen – das kann den Träger überlasten (bis hin zum Tod).
Kapazität: Wie viele Gebiete sind möglich?
Die Anzahl der möglichen Bindungen ist nicht fest, sondern hängt davon ab, wie „gut“ das Artefakt erschaffen wurde (Sockelzahl und Stabilität). (deine Klarstellung)
Beispiele:
Schwert des Lanzelars : 3 Bindungen
Rubinmantel von Venja Mor’Ralleen: „kein bekanntes Artefakt“ fasst mehr Amendalsteinbindungen; nach aktuellem IT- Stand sogar Dutzende.
Bekannte Artefakte
| Name | Träger:in | Bekannte gebundene Gebiete | Zustand | Aspekte | Fähigkeiten |
|---|---|---|---|---|---|
| Rubinmantel | Venia mor Ralleen | Basaltpalast, Hastuurs Zinken - Westgebiet | intakt | unbekannt | unbekannt |
| Nemuria-Kette | Nemuria | ungeklärt | unbekannt | unbekannt | |
| Schlüssels der sieben Feuer | Darraman | Zerstört | unbekannt | unbekannt | |
| Zepter der Schmieden Mycclenea | Varoshin | intakt | unbekannt | unbekannt | |
| Zepter der Morgenröte | Konrad von Silberfurt | keines | zerstört | unbekannt | unbekannt |
| Gefängnis des Hegemons des Eisernen Herzens | zerstört | Schutz, Standhaftigkeit | Kerker für einen Hegemon | ||
| Krone der Schöpfung | beim Basaltlotus | intakt | Schöpfung, Wachstum | Unter anderem (noch weiter zu definieren)
Macht gebundene Amendalgebiete fruchtbarer | |
| Ehrenes Wort - Schwert des Lanzelar | Zhygmundt von Steinkreuz | Schimmerinseln, Ghal Gaddin, Nebeltann | intakt | Ehre, Wahrhaftigkeit, Schutz | Wirkt nur gegen die benannten Feinde Lanzelars: Das Ziel/der Feind muss benannt werden.
Kampfvorteil gegen den Feind: Fighting Skills +1 gegen den zuvor benannten Feind. Schutz des Trägers: Verleiht dem Träger einen leichten Schutzbonus (Rüstung +1). Wahrheitszwang unter Schutz des Schwerts (reichsbezogen): Wenn eine Frage „unter dem Schutz des Lanzelar-Schwerts“ gestellt wird, und es um Feinde des Reiches bzw. Schutz des Reiches geht, dann muss die Frage wahr beantwortet werden. |
| Der Zweite Herzschlag - Banner des Phönixreiches | Sophia von Seewacht & Ain von Calor | Teil der Kronwacht | intakt | Mut, Stärke, Vertrauen, Fürsorge | Verbände kämpfen gemeinschaftlicher: Truppen agieren koordinierter, der Verband wirkt geschlossener und stabiler.
Zuversicht in der Schlacht: Stärkt Moral/Entschlossenheit, reduziert Wanken/Zweifel im Kampfgeschehen. Stärkung der Truppen: Verleiht den Truppen spürbar mehr Kraft/Standhaftigkeit. |