Aragos

Aus Athyria Wiki
Spielwelt(en):Athyria
Urheber:innen:Benjamin Kisliuk, Cordula Schwart
Mitwirkende:
Jahr:2024
Aragos neutraler Hintergrund.png

Aragos ist ein mächtiger Naturgeist, der den Hexenberg in Kalderah beseelt. Er besteht aus Kräften der Erde und des Feuers und ist vor allem von den Aspekten Zerstörung, Schaffenskraft, Stärke und Beständigkeit geprägt. Er ist seit dem ersten Zeitalter aktiv und war seit dem Gegenstand von kultischer und religiöser Verehrung. In der Zeit König Kiamondhs wurde die Anbetung schließlich verboten. Im Jahr 224 wurde der Vulkan erneut erweckt und wird in Kalderah mit dem jährlichen Vulkantag gefeiert (siehe: Geheimnisse des Hexenbergs).

Historie

Archaische Zeit (erstes Zeitalter)

Bevor irgendeine feste Siedlung existierte, wurde der Feuerberg von vorbeiziehenden Völkern als Naturgeist verehrt und gelegentlich angebetet. Gleiches gilt für Wesen des Meeres, die hier besonders präsent erschienen. In dieser Zeit fand kein direkter Austausch oder organisierte Kommunikation mit dem Berg statt. Diese Zeit endet mit den ersten Siedlungen, die sich um die fruchtbaren Aschefelder und die heißen Quellen bildeten.

Zeit der Opfer (erstes Zeitalter)

Die Siedlungen wuchsen zu einer Stadt heran und eine organisierte Religion bildet sich um den Vulkan und das Meer als personifizierte Wesen. Diese findet ihren Höhepunkt um ritualisierte Opfer, bei denen in unregelmäßigen Abständen, zuletzt alle neun Jahre in Spielen und durch Losverfahren eine Sterbliche:r ausgewählt wird, die über die Brücke vom jetzigen Sonnenviertel zum Feuerberg geht, um von diesem verschlungen zu werden.

Vereinigung mit Kiamondhs Reich (zweites Zeitalter)

Die Stadt wird durch eine Hochzeit nach einem Turnier zum Teil von Kiamondhs Reich. Dieser verfügt, dass keine Sterblichen mehr geopfert werden dürfen, andere Anbetung der positiven Aspekte bleibt aber zunächst geduldet. Die Anbetung der Wasserwesen geht in der Anbetung der Wissenden auf, die Wassergeister geraten in Vergessenheit. Eine Gruppe namens "Gesellschaft der Vollkommenheit" unterwandert und übernimmt aber unerkannt den Kult um den Vulkan und führt heimlich weiter Opferungen durch. Während Gelehrte vor Ort darüber nachdenken, ob es andere Wege geben könnte, mit dem Vulkan umzugehen, wird die Unterwanderung durch die Gesellschaft der Vollkommenheit offenbar und in einer konzertierten Aktion werden die Räumlichkeiten im Inneren des Berges gestürmt. Viele Mitglieder des Kultes werden gefangen und verurteilt, allerdings können einige entkommen, vermutlich weil sie zuvor gewarnt wurden.

Zeit der Damnatio (Ende des zweiten Zeitalters)

im Namen Kiamondhs wird durch wütende Politiker aus dem Umfeld des guten Königs verfügt, dass der Vulkan versiegelt werden sollte und es scheinbar nicht anders möglich ist, die Anbetung der dunklen Aspekte zu verhindern. Mit mächtiger Magie wird der Geist des Vulkans in einen Zauberschlaf gebannt. Die Gesellschaft der Vollkommenheit wird verboten, im Reich geächtet und der Name des Vulkans wird umfangreich aus den Geschichtsbüchern getilgt.

Fall des Königreichs (Drittes Zeitalter)

Seit der Siegelung und Damnatio spielte Aragos keine Rolle mehr in der Historie Athyrias. Danach wurde der Vulkan als Teil des Königreiches in den Nebeln entrückt.

Heutige Zeit (Sechstes Zeitalter)

Im Jahre 224 des sechsten Zeitalters wurden die alten Siegel durch den Konvent von Hakarioth aufgebrochen und Hinweise auf den Vulkan und seine Geschichte ans Licht gebracht. Auf dem ersten Konzil von Kalderah gegen Ende desselben Jahres wurde der Wissenden der Name des Vulkans entlockt und dieser letztlich wieder erweckt. Es wurde ein Pakt zwischen Vulkan und der Stadt Kalderah geschlossen, nach dem einmal im Jahr der "Vulkantag" zu Ehren Aragos' gefeiert wird, bei dem rituell Opfergaben in Form von Kunstwerken oder Reichtümern gebracht werden. Im Gegenzug beschenkt der Vulkan die Stadt mit fruchtbarer Asche, heißen Quellen und wertvollen Bodenschätzen.

OT Hinweise:

Die Figur des Aragos behandelt vorwiegend Themen um den Umgang der Sterblichen mit mächtigen und auch gefährlichen Naturwesen, sowie den Einfluss der Sterblichen auf diese im Zuge von religiöser Verehrung. Es gibt hier einen fließenden Übergang zwischen einer unorganisierten Anbetung mächtiger Naturwesenheiten hin zu einer organisierten Religion, die grundsätzlich durch die Sterblichen geprägt ist, bzw. deren Interpretation der Wünsche jener Wesenheiten. Der Vulkan und der Meeresgeist stehen dabei in einer gewissen Dualität von Risiken und Gefahren auf der einen Seite, Chancen und Verheißungen auf der anderen. Der Kernkonflikt, der über die Historie und bespielten Plots erzählt wird, dreht sich um die Frage, wie man Risiken (Flut, Sturm, Vulkanausbruch) gegen Chancen (Bodenschätze, Zauberschmiede, Fruchtbarkeit für die Felder, Wärme durch heiße Quellen im Winter) abwägt. Außerdem den Umgang mit Kultur, Schattenseiten der Vergangenheit und den heutigen Umgang damit.

Aragos wurde das erste mal auf der "Geheimnisse des Hexenbergs" Veranstaltung bespielt.