Athyria

Splitter der Rhiannon

Spielwelt(en):Athyria
Urheber:innen:Stefan Max, Wolfgang Weber
Mitwirkende:
Jahr:2022

Intaro Rhiannon trug zu Lebzeiten eine große Anzahl verschiedener Splitter der Aspekte einzelner Ewiger in sich. Als sie starb, kamen die Splitter frei und verteilten sich. Dabei nahm jeder Splitter Teile Rhiannons mit sich. Namentlich einen Teil ihres Willens, gefüllt mit Willenskraft und einen großen Teil ihres Urkraftspeichers. Diese Teile verbanden sich untrennbar mit dem Aspektsplitter zu dem, was heute als Splitter Rhiannons gilt. Während des Aktes der Verbindung bildeten die Splitter eine stoffliche Erscheinungsform aus.

In Rhiannonssplittern sind außer den Teilen von Wille und Urkraftspeicher keine weiteren Aspekte des Seins der Rhiannon enthalten. Also auch keinerlei Wissen, Bewusstsein oder Erinnerungen. Da sie keine Seele haben gibt es auch keinen Wahren Namen. Der Wahre Name Rhiannons hätte ebenso keinen Bezug zu den Splittern.

Der Wille, der die Splitter leitet ist jedoch geprägt von Erfahrungen und Erkenntnissen, die Rhiannon zu Lebzeiten hatte. So kann es Splitter geben, die von einem absoluten Willen zur Ergebenheit an den Ewigen erfüllt sind, wie auch solche Splitter, die Rhiannons Erkenntnisse und ihr Ringen mit dem Hader enthalten. Abhängig von der Prägung des Splitters, wird dieser auch Einfluss auf den Charakter eines bindenden Wesens nehmen und beginnen diesem Ideen und Werte einzuflüstern. Einflüstern darf hier nicht im Sinne einer Stimme verstanden werden, es ist vielmehr ein Abfärben, eine sanfte Prägung. Wie gut man sich dagegen abgrenzen kann, liegt am Willen des gebundenen Wesens, sowie an der Häufigkeit der Nutzung des Rhiannonsplitters. Ist sich das gebundene Wesen der Beeinflussung nicht bewusst, so wirkt lediglich die passive Abwehr des Willens, erkennt das Wesen was geschieht oder wird es anderweitig darüber aufgeklärt, so kann es auch aktiv Willenskraft einsetzen um dem Einfluss zu widerstehen.

Der umgekehrte Weg ist ebenso möglich. Der Wille des Trägerwesens kann den Splitter beeinflussen und die Prägung des Willens des Splitters verändern. So ist es denkbar, dass ein Splitter, der den Hader in den Willen des Wesens trägt, diese Eigenschaft langsam verliert, wenn das Wesen hinreichend schöpfungstreu und willensstark ist und auf jede Beeinflussung mit angemessener Gegenbeeinflussung reagiert. Natürlich kann so auch ein haderndes Wesen einen reinen Splitter verderben.

Der Splitter selbst hat zwar einen eigenen Willen, der selbst auch Willenskraft enthält, da der Splitter aber keine Lebenszeit mehr zugeordnet hat, kann er keine Willenskraft regenerieren, sondern bedient sich aus der Willenskraft des Trägerwesens, keinesfalls aber direkt aus dessen Lebenszeit.

Der Vorteil eines Rhiannonsplitters für das Trägerwesen ist der riesige Urkraftspeicher des Splitters, der sich, wie jeder Urkraftspeicher, aus den freien Urkräften der Welt füllt, und viele Handlungen ermöglicht, die weit über das Vermögen des Urkraftspeichers eines einzelnen Wesens hinaus gehen.

Rhiannonssplitter kommen in verschiedener stofflicher Ausprägung, Größe und auch Mächtigkeit vor. So kann es sein, dass ein einzelner Splitter die Mächtigkeit hat um eine Dynastie darauf aufzubauen. Andererseits kann es ebensogut sein, dass ein Splitter(chen) so klein ist, dass man erst mehrere, ähnliche, sammeln und in einem Wesen vereinen muß, um damit eine nennenswerte Wirkung zu erzeugen. Bei solch einem Vorgehen ist es recht wahrscheinlich, dass sich die Splitterchen in dem Trägerwesen zu einem Splitter vereinen, der dann mit einem Willen handelt und auch nach dem Tod des Wesens als ein Splitter zurück bleibt.

Zur Darstellung: Die stoffliche Form eines Rhiannonssplitters muss mindestens so groß wie eine Mandarine sein. Sie darf nicht länger als ein Arm sein und nicht schwerer, als dass ein durchschnittliches Wesen den Splitter tagelang an Gürtel oder Halskette mit sich tragen kann.

Wird ein Rhiannonsplitter an ein Wesen gebunden so geht er eine derart innige Verbindung mit dem Wesen ein, dass seine stoffliche Komponente ununterscheidbar in dem Wesen aufgeht. Wille und Urkraftspeicher des Splitters können danach im Körper des Wesens nachgewiesen werden. Auf welche Art das geschehen kann ist in Aspekte des Seins beschrieben. Sie sind jedoch klar vom Willen und Urkraftspeicher des Wesens abgetrennt und unterscheidbar.

Erlischt die Bindung, z.B. durch den Tod des Wesens, so erlangt der Splitter wieder eine stoffliche Form und bleibt zurück wenn der Körper des Wesens vom Land aufgenommen wird oder anderweitig vergeht (Siehe Seelenkreislauf).