Athyria

Harrasheen

Work in Progress

Spielwelt(en):Athyria
Urheber:innen:Johanna Kamm, Leonie Engelfried, Stefan Max, Kerstin Feuersänger
Mitwirkende:Cora Otte, Daniela Plössner
Jahr:2021
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Kurzzusammenfassung

Die Harrasheen sind eine rein weibliche Schwesternschaft, die im Wald der tausend Seelen in einem Matriarchat lebt. Mittlerweile gibt es verschiedene Stämme, die meist nah oder im Wald der tausend Seelen in kompletter Harmonie mit der Natur existieren. Technischen Fortschritt lehnen sie ab. Das gemeinsame Ziel ist es die Schöpfung Athyrias, so wie sie ist, zu bewahren, sich entsprechend der Lehren von Venia mor Ralleen weiter über Seelen aus dem Wald fortzupflanzen und die Reinheit des Volkes zu erhalten. Dafür wird jährlich ein Anker im Wald gemeinschaftlich aufgeladen, der alle Seelen der Harrasheen nach ihrem Tod wieder in den Wald zurück zieht.

  • Aspekte / Pantheon: Die fünf Mütter - Leben, Schöpfung, Reinheit, Wachstum, Schutz
  • Entstehungszeitraum: 1. Zeitalter
  • Charakteristisches Aussehen: menschlich, allerdings Dornenfingernägel und grüne Augen, lange Zöpfe mit Rinden und Fruchtkörpern ihres Baumes, die heilende Kräfte besitzen und gerne als Geschenk und Ausdruck der Wertschätzung etc. vergeben werden, natürliche Materialien
  • Gesellschaftsstruktur: Matriarchat, Stammeskultur, Schwesternschaft
  • Kultur: archaisch-kriegerisch, gemeinschaftsorientiert, naturverbunden
  • Glaube: der Herzschlag/Takt des "Lied des Lebens" kann in der Erde erspürt werden, die Seelenmaid wird verehrt, die Aspekte der fünf Mütter durchziehen die Gemeinschaft, die Verbindung zur Natur und den Seelen wird als heilig angesehen.
  • Bekannte Stämme: Stamm der schneidenen Blätter (Sitz im Wald Malladorn)

OT-Funktion in der Welt

Spiel mit dem Seelenkreislauf, Gegenpol zu fortschrittsorientierten Völkern, naturverbundenes Spiel

Eckpunkte der Geschichte

Die Harrasheen wurden im ersten Zeitalter von den Ewigen geschaffen. Intaro Rhiannon mit ihrem weiblichen Äußeren war Vorbild bei der Schöpfung, doch wollten die Ewigen nicht anmaßend sein und schufen so zwar ein rein weibliches Volk, das aber durch ihre Verbindung zu den Pilzen nie exakt so aussehen könnte wie Intaro Rhiannon selbst.

Schon in diesem Zeitalter schloss sich ihnen die älteste Tochter der Intaro Rhiannon, Venia mor Ralleen, an. Die "grüne Zauberin" legte für jeden Toten des ersten Geschlechts der Sterblichen eine Nuss auf den weiten Feldern von Seelenhall nieder und nach und nach erwuchs der Wald als ein riesiges Gebeinfeld jener, die ihr Leben ließen, um Athyria mit Leben zu füllen. Venia selbst wurde zur Seelenmaid, einer halbmystischen Gestalt. Die Harrasheen waren an der ersten kriegerischen Auseinandersetzung Athyrias beteiligt - dem Krieg der zwei Schwestern.

Im zweiten Zeitalter trafen die Vinarii und die Harrasheen erstmals aufeinander. Der erste Kontakt verlief positiv und man begann einen vorsichtigen Handel miteinander. Die Vinarii zogen die Harrasheen dabei in unregelmäßigen Abständen eiskalt über den Tisch. Die Situation zwischen den im Wald der tausend Seelen lebenden Harasheen und den Vinarii verschlechterte sich zusehends, auch wegen Streitigkeiten um Land, da die gedeihenden Städte des Meeresreiches sich immer weiter ins Land ausbreiteten und bald an den Wald der tausend Seelen grenzten. Am Ende des 2. Zeitalters starben fast alle Harrasheen im Konflikt mit den Vinarii. Bis heute ist die Beziehung sehr angespannt, bei manchen Harrasheen mehr, bei anderen etwas weniger. Jedoch verehren die Harrasheen die Welt Athyria mit all ihrer Schöpfung und versuchen deshalb den Vinarii ihren Platz zuzugestehen, auch wenn es regelmäßig gegen all ihre Werte und Prinzipien verstößt und sich deshalb immer wieder neue Konfliktherde auftun.

Venia mor Ralleen brachte den übrig gebliebenen Frauen bei, sich im Wald der tausend Seelen mit den Seelen zu verbinden. Ab diesem Zeitpunkt nannten sich die Harrasheen "Die Schwesternschaft" und sahen es als ihre Aufgabe an, sich mittels der Seelen weiter fortzupflanzen und den Seelen so Gefäße zu geben, um weiter wachsen zu können.

Lebensweise

Das Volk der Harrasheen glaubt an die Heiligkeit der Natur und lehnt technischen Fortschritt als Gefahr ab, da sie glauben, dass durch den Verlust der Verbindung zur Natur Korruption und Gier in die Herzen der Sterblichen einzieht und sie so niemals den Ewigen zum Beispiel gut leben können.

Generell taucht das Thema "Rundungen", Kringel, Kreise, usw. optisch immer wieder auf.

Die Stämme sind altersheterogen aufgestellt. Die Frauen begrüßen sich, indem sie sich selbst eine Hand auf ihren eigenen Bauch legen. Wenn Frauen sehr vertraut sind, legen sie sich aber ggf. auch gegenseitig die Hände auf den Bauch.

Der Zyklus

Wenn eine junge Harrasheen vom Zweig des Lebens als reif anerkannt wird, beginnt sie ihr Jahr beim Zweig des Lebens und im Anschluss beim Zweig des Schutzes, um danach in die Schwesternschaft aufgenommen zu werden.

Fortpflanzung ist völlig von dem uns bekannten biologischen Vorgang getrennt. Die Harrasheen sind prinzipiell immer für die Aufnahme einer Seele bereit, könnten also immer geschwängert werden.

Die Befruchtung geschieht durch Pilzsporen und einem Ritual mit einer Seele aus dem Wald der tausend Seelen.

Wenn eine Frau sich dazu entschließt, eine Seele in sich aufzunehmen, muss sie zunächst den nur in Athyria zu findenden Grünen Dornling essen. Für alle anderen Lebewesen ist dieser Pilz hochgiftig/tödlich. Die Harrasheen pflanzen sich aber seit ihrer Schöpfung durch ihn fort. Fünf Tage später kommt die Schwesternschaft zusammen und führt das Seelenübertragungsritual durch, da es nun nicht mehr allein um Fortpflanzung geht, sondern Seelen ein neues Gefäß gegeben werden soll.

Die schwangeren Frauen werden automatisch zu den Anführerinnen ihres Stammes. Sie geben ihre Körper, potentiell ihr eigenes Leben und ihre Freiheiten als Mitglieder der Zweige für die Stärkung des Stammes und die Aufnahme der Seele. Diese Hingabe wird geehrt und sie sprechen wie niemand sonst für die Zukunft des Stammes. Wenngleich alle Frauen Mitspracherecht haben und Entscheidungen gemeinschaftlich diskutiert werden, haben die Schwangeren das Recht auf das letzte Wort. Zudem werden sie ohnehin vom Stamm so wertgeschätzt, dass sie automatisch ganz ohne Machtgehabe bei Entscheidungen besonders gehört werden.

Bei der Geburt eines Kindes kommen alle Frauen des Stammes zusammen und stärken die Gebärende. Anschließend gibt es von jedem Zweig Schenkungen. Der Zweig der Schöpfung schenkt das erste Kleidungsstück, der Zweig des Wachstums pflanzt für das Kind einen Baum, der Zweig des Lebens schenkt der Mutter Wundsalbe und getrocknete Teeblätter, der Zweig der Reinheit schenkt dem Kind eine Zeichnung (Schrift gibt es bei dem Volk nicht) der Flora & Fauna an dem Tag der Geburt, der Zweig des Schutzes schenkt dem Kind das Versprechen des ewigen Schutzes und besiegelt es mit einem gelochten Edelstein, den die Harrasheen ihr gesamtes Leben an ihrem Hals tragen.

Nach der Geburt werden die Kinder prinzipiell vom gesamten Stamm groß gezogen. Sie haben eine biologische Mutter, aber viele Mutterfiguren in ihrem Leben. Es ist auch völlig normal, dass manche Mütter sich nach dem Abstillen wieder vermehrt auf die Arbeit in ihrem Zweig konzentrieren. Andere Frauen, deren die Kindererziehung mehr liegt, kümmern sich dann vermehrt um das Kind.

Die Stämme treffen sich einmal jährlich im Wald der tausend Seelen. Der wichtigste Akt dieses Treffens ist allerdings den Anker wieder aufzuladen, der alle Seelen der verstorbenen Harrasheen wieder dorthin zieht. So können sie konstant weiter wachsen und stärker werden. Frauen, die nicht mehr gebären wollen, werden aus der Schwesternschaft verabschiedet. Sie haben ihren Dienst getan, sind aber noch immer Teil des Stammes. Einzelne Harrasheen haben in der Vergangenheit im Wispern der Bäume einen Ruf Venia Mor Ralleens gehört und begaben sich in den Wald, um nach ihr zu suchen. Sie kamen nicht wieder zurück. Wenn eine Harrasheen außerhalb des Waldes stirbt, geht die Seele automatisch zurück zum Wald der tausend Seelen. Diese Seelen haben bereits viel gelernt und sind kostbarer als Seelen von Nicht-Harrasheen. Der Körper von Verstorbenen ist den Harrasheen nach dem Tod nicht mehr wirklich wichtig, er soll sich aber wieder vollkommen mit der Natur verbinden, bzw. verrotten.

Die Harrasheen sind sehr stolz auf ihr Volk und wollen weiter wachsen und durch die ständigen Reinkarnationen "reiner" und stärker werden. Der Aspekt der Reinheit wird hier aber durchaus nicht nur positiv belegt. Sie sind selbstbewusst, stolz, aber eben auch sehr auf die Fortführung der Interessen ihres eigenen Stammes und die Bedürfnisse der Natur fokussiert. Die Harrasheen stehen nun allerdings vor einem Problem: Der Wald ist endlich groß, manche Stämme haben nicht genug Seelen, um ihren Stamm weiter wachsen lassen zu können. Diese Harrasheen gehen z.B. auf Cons aktiv auf SC zu, die sie als würdig ansehen und wollen diese dazu bringen, ihre Seele auch an den Wald der tausend Seelen verankern zu lassen.

Da den Harrasheen es sehr wichtig ist, immer auch etwas zu geben, wenn etwas genommen wurde, ist für sie klar, dass die Seelen aus dem Wald nicht einfach ohne Opfer genommen werden dürfen. Da allerdings die Stämme nicht geschwächt werden sollen, werden Lebewesen außerhalb des Stammes geopfert (Seelen, die nicht an den Wald geankert sind). Die Harrasheen sprechen mit Nicht-Stammesmitgliedern nicht gern darüber, weil sie wissen, dass Außenstehende nicht eng genug mit der Natur verbunden sind, um diese Praktik zu verstehen.

Die Zweige

Die Harrasheen haben in ihren Stämmen verschiedene Zweige. Ein Teil der Frauen ist für das Handwerk zuständig, ein Teil für die Nahrungsbesorgung, ein Teil für die Umsorgung der Schwangeren, ein Teil für die Verteidigung und ein Teil für die Naturdeutungen. Die Harrasheenkinder helfen in allen Zweigen mit, nach der ersten Blutung und der Zeit bei den Zweigen des Lebens und des Schutzes (s.u.), darf eine Harrasheen autark ihren Zweig wählen. Allerdings ist diese Entscheidung durch die gruppenorientierte Sozialisation immer auch eine Entscheidung mit Blick auf die Bedürfnisse des Stammes.

Der Zweig der Schöpfung stellt die notwendigen Materialien für ihren Stamm her. Hierbei wird immer wieder darauf geschaut, welche Dinge wirklich gebraucht werden, da der sorgsame Umgang mit den von der Natur gegebenen Ressourcen den Harrasheen sehr wichtig ist.

Der Zweig des Wachstums sammelt Rohstoffe und stellt daraus Nahrung her. Auch hier wird der Fokus auf wenig verarbeitete Nahrungsmittel gelegt, die in der Natur üppig vorhanden sind. Die Harrasheen benötigen allerdings vorrangig Wasser, Sonnenlicht und nur etwas Nahrung. Wenn sie aber auf Reisen sind und besondere Anstrengungen erleben, essen sie durchaus auch mehr als normalerweise.

Der Zweig des Lebens umsorgt schwangere Frauen während ihrer gesamten Schwangerschaft. Nur eine Frau, die bereits ein Kind geboren hat, kann diesem Zweig beitreten. Allerdings müssen alle Frauen, vor Eintritt in die Schwesternschaft, ein Jahr lang beim Zweig des Lebens aushelfen, um zu verstehen, was eine Schwangerschaft und eine Geburt alles bedeuten kann. Sie sollen so auf ihre spätere Aufgabe vorbereitet werden, bevor sie sich nach dem Jahr einem anderen Zweig zuordnen.

Der Zweig der Schutz verteidigt den Stamm in mehrerer Hinsicht. Einerseits sind es mutige Kämpferinnen, die den Stamm vor anderen Völkern und auch wilden Tieren beschützen. Jede Harrasheen geht nach ihrem Jahr beim Zweig des Lebens ein Jahr zum Zweig des Schutzes um grundlegende Kampffertigkeiten zu erlernen. Zudem trainieren alle Harrasheen regelmäßig mit den Kämpferinnen, um ihr Können nicht zu verlernen. Jede Harasheen sollte grundlegend dazu in der Lage sein sich selbst und den Stamm verteidigen zu können.

Der Zweig der Reinheit ist dafür da die Natur im Großen (Wetter, Jahreszeiten, usw.) und im Kleinen (Bedürfnisse der Pflanzen, Tierfährten, usw.) zu lesen und daraus ableitend als Beraterinnen für alle anderen Zweige zur Seite zu stehen. Zudem leiten sie Rituale an und sind für den Seelentransfer zuständig. Es sind die Frauen dieses Zweiges, die die Reinheit der eigenen Stammes besonders im Blick behalten. Auch sind unter diesen Frauen die wenigen Ausnahmen der Harrasheen, die Lesen und Schreiben können. Diese Frauen führen Dokumentationen dazu an, wie sich die Seelen Zyklus für Zyklus verändern.

Glaube

Die Glückszahl der Harrasheen ist die fünf. Sie verehren die fünf Mütter, die allerdings nicht als göttliche Entitäten in der Vorstellung existieren, sondern durch ihre fünf Zweige und den Stamm insgesamt gelebt werden. In Ritualen bestärken die Frauen sich gegenseitig in ihrem Wirken und feiern ihre Verbindung im Stamm. Zusätzlich werden Venia mor Ralleen im Wald der tausend Seelen jährlich Opfergaben dargebracht. Ob sie noch lebt oder nicht ist unklar, doch es gibt Gerüchte, dass sie im Wald mit den gerufenenen Harrasheen zusammen lebt. Selbstverständlich verehren die Harrasheen ebenso Intaro Rhiannon als Mutter und Lehrerin allen Seins.

Inwiefern sich die Harrasheen in die Elementsortierung einordnen, kann mit den SC gemeinsam erforscht werden, da sie diesen Überbau bisher nicht kennen. Sie kennen die Ewigen nur als Teile des großen Ganzen in der Natur.

Harrasheen Späherin

Wie sehen sich die Harrasheen selbst?

Als Beschützerinnen der Natur und der Schöpfung. Sie sind stolz auf ihre Stämme und die Schwesternschaft und sind grundsätzlich sehr genügsam. Sie wollen aber unbedingt das Überleben ihres Volkes sichern und schützen, deshalb werden sie sich auch ggf. in politische Fragen einbringen. Solange es mit Belangen zu tun hat, die ihre Stämme betreffen könnten oder das grundlegende Gefüge der Natur stören könnte.

Was wollen die Harrasheen von SCs? Was bieten sie ihnen?

Die Harrasheen sind Ansprechpartnerinnen für alles rund um das Thema Seele, sie haben darüber Wissen, aber auch so etwas wie besondere Schutztränke. Einige Harrasheen wollen Seelen von ihnen gewinnen (tun dies aber natürlich nicht ganz so offensiv).

Zudem bieten sie allen naturverbundenen Charakteren einen gemeinsame Spielinhalt.

Der starke Zusammenhalt innerhalb der Schwesternschaft kann unter Umständen auf andere Frauen ausgeweitet werden.

Beziehungen zu anderen Völkern?

Zwar lange zurück liegender, aber starker Konflikt mit den Vinarii

Wo die Aumah in die Sterne/ nach oben blicken, blicken die Harrasheen zur Erde/nach unten.

Darstellung

Die Harrasheen werden oft mit schlichten Stoffen in grün und braun dargestellt.

Die Haare der Frauen werden in viele Zöpfe geflochten oder sind in Dreads eingebunden.

Die Dornen auf den Wangen der Harrasheen sind Rosendosen.

Makramee Knüpfungen ergänzen die Optik.