Athyria

Die Ewigen

Spielwelt(en):Athyria
Urheber:innen:Max Engert, Kerstin Feuersänger, Judy Glashauser, Stefan Max, Anne Wagner, Carolin Weidler
Mitwirkende:
Jahr:2021

WORK IN PROGRESS

Die Ewigen sind die Schöpfer:innen aller Völker Athyrias. Sie haben die Welt zwar nicht selbst geschaffen, denn Athyria wurde ihnen als Geschenk von den Urschöpfern überreicht, doch sind sie verantwortlich für alles Leben, das auf der Welt existiert. Jede:r von ihnen ist einem Aspekt zugeordnet, der sein Wesen vollkommen beschreibt. Was dieser Aspekt jedoch genau ist, kann von den Sterblichen nur sehr ungenau beschrieben werden. So wird meistens jeweils ein regionaler oder auch überregionaler Titel/Begriff/Name benutzt, um eine:n Ewige:n zu beschreiben, doch erfasst dies meistens nicht den kompletten Kern, sondern ist nur eine Annäherung. Auch besitzen die Ewigen kein Geschlecht im eigentlichen Sinne, werden jedoch als er oder sie betitelt, je nachdem, ob der Aspekt maskulin oder feminin ist. Dies ist jedoch eine von den Sterblichen vorgenommene Einteilung, die sich im Wesen der Ewigen nicht widerspiegelt.

Den wahren Kern der Ewigen genau zu beschreiben war das Ziel zahlreicher Forscher:innen, Gelehrten und Philosoph:innen. Unzählige Seiten an Texten wurden zu jedem einzelnen verfasst, um zu ergründen, was der jeweilige Aspekt genau bedeutet. Bei manchen gelang dies besser, bei Anderen schlechter. Doch selbst bei zunächst einfach aussehenden Aspekten wie Wärme ist der Streit um die genau Bedeutung groß, denn Wärme umfasst deutlich mehr als nur Hitze, sondern wird auch als Freundlichkeit oder Herzenswärme interpretiert.

Erschwert wird dies durch die zwar langsame, aber doch stetige Änderung des Wesens der einzelnen Ewigen. Da sie, genau wie die Welt Athyria noch sehr jung sind, ist ihr wahres Wesen noch immer veränderbar. Ihr Wesenskern wird zwar der Selbe bleiben, doch die aktuelle Ausprägung kann sich ändern. So könnte zum Beispiel Wahrheit von "Nicht gelogen" bis hin zu "Aufrichtigkeit" oder in viele andere Richtungen tendieren.

Die Ausrichtung der Ewigen

Die Ausrichtung des jeweiligen Aspektes ist von mehreren Dingen abhängig. Einerseits von den Ewigen, die dem Aspekt gerade nahe stehen. Steht dem Ewigen der Gerechtigkeit zum Beispiel die Ewige der Rache nahe, wird sich ihre Ausrichtung eher in Richtung von "Vergeltung" orientieren.

Andererseits ist sie abhängig vom Verhalten der Sterblichen, die sich zu ihr oder ihm bekennen oder die von ihnen anerkannt wurden. Bündnisse, Religionen, Weltanschauungen oder sonstiges unter den Sterblichen, insbesondere die grundlegende Ausrichtung der Völker, sorgen hier für Beziehungen unter den Ewigen, die über deren grundsätzliche Orientierung zu einer der vier Grundströmungen, hinausgehen. Doch nicht nur lang anhaltende Handlungen ganzer Völker können die Ewigen beeinflussen, sondern auch große Taten oder Opfer einzelner oder kleiner Gruppen.

Weiterhin spielt auch die elementare Urkraft aus dem die jeweiligen Aspekte stammen eine grundlegende Rolle, hier ist der Ewige sozusagen "zuhause", was nicht heißt, dass man sich nicht auch in anderen Pantheonen Freund:innen suchen kann. Aus all diesen Gründen und vermutlich noch einigen weiteren bildeten sich unter den Ewigen kleinere Gruppen - Pantheone genannt. Dabei ist es möglich, dass ein Aspekt Teil mehrerer Pantheone ist. Dies ist jedoch nicht der Regelfall, sondern eher die Ausnahme. Findet eine Umorientierung eines Aspekts statt, geht dem im Regelfall auch ein Wechsel innerhalb der Pantheone einher.

Die Macht der Ewigen

Nicht alle Ewigen sind gleich groß an Macht. Diese speist sich durch ihre Repräsentation in der Welt und unter den Sterblichen. Je mehr Anhänger:innen ein Aspekt besitzt und je wichtiger er für die Geschicke der Welt ist, desto mehr Macht sammelt sich bei ihm. So können auch Aspekte, die bisher kaum Relevanz haben aufsteigen und durch ihren bloßen Machtzuwuchs Einfluss auf die Welt und die anderen Ewigen nehmen. Ein gutes Beispiel ist der erste Krieg auf Athyria. Zwar existierte der Aspekt "Krieg" bereits seit Anbeginn und hatte auch einen gewissen Einfluss, doch erst durch das erste wirklich große Gefecht erhielt er einen deutlichen Machtzuwachs.

Aus diesem Fakt kann auch gefolgert werden, dass den Sterblichen die wahre Anzahl an Ewigen nicht bekannt ist. Jederzeit wäre es denkbar, dass ein Aspekt an Relevanz und damit Bekanntheit gewinnt, der in noch keiner Liste der Gelehrten verzeichnet ist. Manche gehen sogar von einer unzählbaren Anzahl an Aspekten und damit Ewigen aus, die nur zu großen Teilen gar keine Rolle in der Welt spielen und daher nur, gänzlich ohne Macht, existieren.

Weiterhin ist die Macht der Ewigen je nach Jahreszeit unterschiedlich. In jedem Viertel eines Jahres ist eine der Urkräfte besonders stark und mit ihm seine Ewigen. Dies sind:

  • Frühling: Wasser
  • Sommer: Feuer
  • Herbst: Erde
  • Winter: Luft

Die Urkräfte, aus denen die Ewigen entstanden

Alle Ewigen sind aus einer der vier Urkräfte Feuer, Erde, Wasser und Luft entstanden.

Es ist bekannt, aus welcher Urkraft sie stammen und es kann eine klare Zuordnung getroffen werden. So bezeichnet man die Ewigen, die aus dem Wasser entstanden als die Ewigen Aquas, die aus der Luft als die Ewigen Aeris, die aus dem Feuer als die Ewigen Ignis und die, welche aus der Erde kamen als die Ewigen Terras.

Für einige von ihnen ist eine solche Zuordnung allerdings nicht möglich. Sie werden als die Ewigen Magicas bezeichnet und für keinen von ihnen ist die Urkraft bekannt, aus der sie ursprünglich entstanden. Außerdem haben es diese Ewigen geschafft, sich dem An- und Abschwellen von elementarer Kraft zu entziehen. Ihre Kraft ist nicht abhängig von der Jahreszeit, sondern über das gesamte Jahr konstant.

Sie haben ihr ursprüngliches Element hinter sich gelassen und sind nun auf dem Weg etwas anderes zu werden. Diese Wandlung begann mit dem Tod der Intaro Rhiannon, welcher ein einschneidendes Erlebnis für alle Ewigen und die ganze Welt darstellt. Wenn die anderen Ewigen manchmal als Kinder bezeichnet werden, kann man diese besonderen Ewigen als Jugendliche sehen, jedoch noch nicht als junge Erwachsene.

Wie viele Ewige es wirklich gibt, ist gänzlich unbekannt. Klar ist aber, dass ihre Zahl recht unbegrenzt ist, genauso wie die Aspekte, die sie näher definieren. Bekannt sind lediglich immer ein Bruchteil von ihnen, nämlich eben jene, die von besonders großer Macht (beispielsweise durch Anbetung) sind. Gewinnt ein Ewiger an Macht, so wird ein anderer Ewiger dafür in der Regel in der Bedeutungslosigkeit versinken und sein Name vergehen. Dies ist ein Vorgang, auf den die Spielenden durchaus Einfluss haben sollen.

Liste der wichtigsten Ewigen nach ihrer Urkraft:

Aqua / Wasser

  • Gnade
  • Weisheit
  • Neugier/Forscherdrang
  • Vitalität/Heilung
  • Ästhetik
  • Eleganz
  • Intelligenz
  • Täuschung
  • Klarheit/Kontrolle
  • Träume
  • Getriebenheit

Aeris / Luft

  • Kühnheit
  • Inspiration
  • Leichtigkeit/Gewandtheit
  • Wohlklang
  • Schönheit
  • Unstetigkeit
  • Wettkampf/Tatendrang
  • Kälte
  • Zeit/Wandel
  • Jagd/Eroberung
  • Stolz

Ignis / Feuer

  • Rache
  • Liebe
  • Ehre
  • Gemeinschaft
  • Krieg
  • Zorn
  • Herrschaft
  • Leidenschaft/Kampf
  • Lust
  • Rausch
  • Opferbereitschaft/Zerstörung
  • Schaffenskraft
  • Gastfreundschaft

Terra / Erde

  • Wahrheit/Aufrichtigkeit
  • Schöpfungsliebe
  • Vergänglichkeit
  • Bodenständigkeit
  • Pflicht
  • Konstitution/Stärke
  • Standhaftigkeit
  • Gerechtigkeit/Vergeltung
  • Treue
  • Schutz
  • Beständigkeit

Magica / Unbekannt

  • Verantwortung/Ausgleich
  • Gleichgewicht
  • Harmonie/Verschmelzung
  • Glaube
  • Mystik
  • Magieverständnis
  • Empathie
  • Demut
  • Schöpfung/Seelenfunke
  • Vollendung
  • Logik

Die Ewigen im Kontakt mit den Sterblichen auf Athyria

Die Ewigen Athyrias nehmen in der Regel keinen direkten Einfluss auf die Sterblichen, die auf Athyria wandeln. Sie sind stark an dem interessiert, was die Sterblichen an Taten vollbringen, mischen sich aber nicht ein. Die Ewigen haben schon zu Beginn der Existenz Athyrias gemeinsam beschlossen, dass ein direktes Eingreifen ihrerseits in die Geschicke der Sterblichen nicht sinnvoll ist. Daran halten sich die Ewigen tatsächlich fest, da es zu Beginn der Entstehung Athyrias einen Vorfall gab, der den Ewigen dies sehr deutlich gemacht hat.

Das bedeutet, dass die Ewigen mit den Sterblichen keine direkte Zwiesprache halten - niemand ist dazu in der Lage die Ewigen sinnvoll in Sätzen und Aussagen "sprechen" zu hören. Noch greifen sie aktiv in das Weltgeschehen ein. Dies ist in Athyria wohlbekannt und Stoff vieler Legenden und Märchen. Und auch wenn kein Blitz vom Himmel fährt und man die Stimme eines Ewigen nicht direkt vernehmen kann, ist allen Sterblichen Athyrias bewusst, dass sie gesehen werden. Sei es, dass man im tiefen und innigen Gebet eine Rückmeldung in Form eines Gefühls von Anteilnahme/Interesse/Liebe bekommt oder aber sich bei einer großen Tat gesehen fühlt, die Ewigen sind da. Nicht greifbar, aber immer spürbar, was den Athyrianer:innen ein großes Gefühl von Sicherheit und Nähe zu denen gibt, die sie geschaffen haben.

Lokale Bezeichnungen für die göttlichen Wesen Athyrias

Da die Ewigen einen zentralen Aspekt der athyrianischen Kulur darstellen, haben die Einzelnen Völker begonnen ihnen zusätzlich zu ihrem Aspekt Namen zu geben. Dieser kann regional stark unterschiedlich sein oder aber der:die Ewige ist unter mehreren Namen bekannt. Hinter den Namen der Ewigen stehen oftmals auch Legenden und Mythen, die beschreiben, wie der:die Ewige zu diesem Namen kam oder warum er:sie in der Region anders heißt als im restlichen Athyria. Im folgenden einige Beispiele für mögliche Namen.

Feuer

  • Rache: die Aschekönigin
  • Liebe: die Maid der brennenden Herzen
  • Ehre: die Richterin des gleißenden Gewissens
  • Gemeinschaft: die Alles Umarmende
  • Krieg: die Unbesiegte
  • Zorn: der Rote Schleier
  • Herrschaft: die Königin/Herrin der Kronen/Gekrönte
  • Leidenschaft/Kampf: Flämmendes Schwert
  • Lust: die zehrende Flamme
  • Rausch: die Herrin der tausend Räusche
  • Opferbereitschaft/Zerstörung: die alles Vernichtende
  • Schaffenskraft: die erste Mutter
  • Verbundenheit/Wärme: die wärmende Herrin
  • Gastfreundschaft: die Mutter von Heim und Herd

Luft

  • Kühnheit: die Prinzessin der Kühnheit mit dem Gewitterspeer
  • Inspiration: die vielgesichtige Muse
  • Leichtigkeit/Gewandtheit: die Schwanenmaid
  • Wohlklang: die kristallende Maid mit silberner Stimme
  • Schönheit: der Spiegel des Äußeren
  • Unstetigkeit: der wirbelnde Schleier
  • Wettkampf/Tatendrang: die Unbesiegbare
  • Kälte: die weiße Stille
  • Zeit/Wandel: Alleswandlerin / Tänzerin durch Sturm und Wind
  • Jagd/Eroberung: die wilde Jägerin
  • Stolz: der tanzende Pfau

Wasser

  • Gnade: der milde Vater des Seelengrunds
  • Weisheit: der allweise König / Brunnen der Urweisheit
  • Neugier/Forscherdrang: der ewig Gelehrsame
  • Vitalität/Heilung: Blutvater
  • Ästhetik: der stille Spiegel
  • Eleganz: der Tanzmeister von Wellen und Wogen
  • Intelligenz: der Herr der scharfen Sinne
  • Täuschung: der König der grauen Schleier
  • Klarheit/Kontrolle: der höchste Wächter
  • Träume: der Hüter des nachtseidenen Schleiers
  • Getriebenheit: der ewig Wandelnde

Erde

  • Wahrheit/Aufrichtigkeit: die stählernde Stimme
  • Schöpfungsliebe: das Herz der Welt
  • Vergänglichkeit: der Unausweichliche/Herr der letzten Dinge
  • Bodenständigkeit: der Tiefverwurzelte
  • Pflicht: der Worthaltende
  • Konstitution/Stärke: der Himmelsträger
  • Standhaftigkeit: der schwarze Berg
  • Gerechtigkeit/Vergeltung: der blinde Sehende
  • Treue: Der Allzeit Treue
  • Schutz: das Schild der Erde
  • Beständigkeit: der Hirsch der ewigen Wälder

Magie

  • Verantwortung/Ausgleich:
  • Gleichgewicht: Herrin der Waagen
  • Harmonie/Verschmelzung: Blüte des Gleichklangs
  • Glaube: die Andächtige
  • Mystik: der verschleierte Tänzer am Sternhimmel
  • Magieverständnis: die Scheinblickerin
  • Empathie: das einfühlsame Herz
  • Demut: das geneigte Haupt im Kronenschein
  • Schöpfung/Seelenfunke: das gebärende Licht
  • Vollendung: der letzte Stern am Ende der Zeit
  • Logik: Hüterin des Geistes